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und mit deren gutem Willen die Methode des Unterrichts zu
verändern. Vor allen Dingen müßten bei der Einführung des.
_ gegenſeitigen Unterrichts wohl diejenigen gehört werden, welche
pflichtig ſind, ihre Kinder in der Schule unterrichten zu laſsen
und die Koſten der Schuleinrichtung zu tragen. Wird dies
auch merklich allenthalben beherzigt und gehörig beachtet ?
Endlich sey es vergönnt die Frage aufzuwerfen, ob nicht
" die Methode des gegenseitigen Unterrichts ſich ohne Nachtheil
von einigen, wie es ſcheint, unwesentlichen Aeußerlichkeiten
losmachen könne, die Vielen höchſt anſtößig ſind, und Manche
wohl der Methode selbſt ungeneigt machen? Wir meinen un-
ter diesen misfälligen Aeußerlichkeiten das Commando mit der
Pfeife .und die Aufrufung der Kinder nach Nummern. Wenn
die Kinderzahl nicht größer iſt, als die gewöhnliche in unsern
Schulen, dann iſt das Eine und das Andere gewiß höchſt un-
nöthig.

Das Inſtitut für Blinde in Copenhagen.
Seit 1811 beſteht in Copenhagen ein Inſtitut für den
Unterricht von Blinden in den gewöhnlichen’ Schulkenntniſſen
und in Handarbeiten, natürlich, gleich andern Blindeninſtituten,
die nach dem Muſter des zu Paris im Jahr 1784 von Hauy
geſtifteten, errichtet ſind, nur für solche beſtimmt, die entwe- '
der. blind geboren wurden oder in den erſten Jahren des Le-
bens ihr Geſicht verloren haben. Die Regierung bewilligten.
dem Copenhagener Inſtitut für die erſten 3 Jahre 1000 Rthlr.
Seitdem erhält ſich die Stiftung nicht nur, durch Legate und
Privatbeiträge, sondern hat auch einen Kapitalfond ſammeln
können, der am Schluſſe des Jahres 1826 die Summe von
50,000 Rbthlr. Silber betrug. Bei einer im Jahre 1806
nach den Bisthümern vorgenommenen Zählung der Blinden .
fand man im Königreiche Dänemark (die Theile Schleswigs, !
welche zu Däniſchen Dioezeſen gehören, mitgerechnet) 1014
ſolcher Unglückliche. Im Jahre 1825 betrug die ht 976.

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