eiugeheiratheten Stiesneutter bei Conſtituirung .der Abnahme
für die rechte Mutter, für den rechten Vater auf den Fall
deren oder deſſen Todes die Hälſte der Abnahme durch Erb-
vergleiche zugesichert wird, die beide. ursprünglich zu genießen
hatten. Dieſem entspricht auch 5) die Vorschrift der Ver-
ordrung vom 22. Juli 1796,. wegen der Setzjahré, in in-
.- troilu, welche dem Stiefvater, der ſich bei einer Wittwe
einfreit, wenn die Hufe vom .verſtorbenen Mann herſtammt,
. eine Abnahme verſtattet, aus welcher die Schlußfolgerung ge:
zogen werden möchte: lvie viel mehr gebührt denn der nachle:
benden Wittwe des Hufners ſelbſt eine Abnahme aus seiner
. Stelle. 6) Die Feſte:Verordnung vom 14. April 1766 g. 8.
und die nähere Verordnung wegen der Feſteſucceſſion vom
26. März 1772. §. 8. Feſtegüter fallen sogar ohne Auslö-
ſung auf den Feſteberechtigten und doch erhält die Mutter,
. wohl bemerkt, nicht aus der von ihrer, sondern von ihres
Mannes Familie herſtammenden Feſte eine A b n a h m e, na-
türlich außer ihrem geſetzlichen Antheil an dem beweglichen
Gut und etwa zugekauften Lanunlen. E.
Da nun die Feſtequalität ſtrengeren Beſtimmungen un!
terworfen iſt, als y iz, | :
ſt e n s in Concedirung der Abnahme gleiche Grundsätze für
die nachlebenden Wittwen bei Feſten: und Bondenſtellen gelten,
Im entgegengeſelzten Falle iſt die Frau eines Bonden-
hüfners deterioris conditionis, als die Frau eines Feſtehufe-
ners, was der Rechten nach wohl nicht zu ſtatuiren. Jene
erhält nemlich ſelbſt in ihren eignen Gütern, gleich wie in
den beweglichen Gütern der ganzen Maſſe ex jure condor
minii nur geſetzlichen Äntheil und keine Abnahme. Diese
würde unter Umſtänden ihr Eingebrachtes voll herausnehmen
‘können, wenn ſte auf die Abnahme verzichtet, in den übrigen
Gütern aber deswegen ihr Kindesloos nicht verlieren..
Dem Einwande, daß die jura hereditaria beerbter Ehe-
leute nach dem jütſchen Lov nicht reciproc ſind, man alſo von,
dem Erbrechte des Ehemannes auf die der Ehefrau und umgekehrt
nicht ſchließen darf, möchte dadurch begegnet werden. 1) Daß
das Lov über Abnahmen gar nichts enthält, diese vielmehr ein
' Ausfluß der väterlichen Gewalt und durch das Herkommen
begründet ſind, . 2) Daß eine Abnahme, ſtrenge genoinmen,.
weder als eine Erbſchaft, noch als eine portio ex condor-
minio betrachtet werden kann. 3). Daß es Regel iſt, jura
heredilaria für reciproca zu. halten, die Verſchiedenheit
alſo ſtrenge interpretirt und beurtheilt werden muß. .
igenthumsbeſilz, so sollten w eniz.

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