gebunden iſt, und Plauti Lehre, suam quisque homo rem
meminit, ein jeder Menſch richte die Gedanken auff sein Ei:
g;ree. und auf nichers Frembdes. Wir konnten aber unſer
aterlandes Kirchen, ihren frommen Lehrern und Predigern
bey den Nachkömlingen ein wolverdientes Lob conserviren
und beybehalten, wenn wir. des Hauß Lehrers Syrachs Er:
innerung unß zur Nachfolge vorſtelten c. 44. Laſſet unß lo;
ben . die berühmten Leute und unsere Väter nacheinander.
Viel herrliches Dinges hat der Herr bey ihnen gethan, von
Anfang durch seine große Macht. Sie haben ihre König-
reiche wol regiert und löbliche Thaten gethan. Sie. haben
weißlich gerathen und geweißaget. Sie haben Land und Leute
(Kirchen und Schulen) regirt, mit Rath und Verſtand der
Schrift ~ ~ Sie haben in Frieden regiret, weil ſie hie
gewesen ſind. Also ſind ſte alle löblich gewesen und bey ihrem
eben gerühmt, und haben ehrliche Namen hinter ſich gelaßen,
und ihr Lob wird nicht untergehen. Sie ſind in Frieden be-
graben, aber ihr Name lebt ewiglich. Die Leute reden von
ihrer Weißheit, und die Gemeinde verkündiget ihr Lob.
. , Hatten wir nicht billige raison dem Exempel alter Leh:
rer, Propheten und Apoſteln, altes und neuen Teſtaments zu.
folgen, die ihnen mit großem Ernſt angelegen sein laßen, ſo
wol geiſt als weltlichen Hiſtorien, in specie den Anfang und
Fortgang der Religion, den Gottesdienſt, deſſen Ceremonien,
Verfolgung, Veränderung, böser und guter Kirchendiener Le-.
ben und Wandel, allerhand bei Kirche und Gemeinde ent-
ſtehende Zufälle, und dergleichen in Schrifft und Feder zu
verfaßen. : , : j
îDVon Kayser Constantino M. iſt mehr als bekant, wie
daß er der Röiiſchen Kirche beſonders, dann auch den andern
in Italien und Griechenland belegenen Biſchofthümern und
Clöſtern, ansehnliche Provincien, Ländereyen, Städte und
Dörfer geſchenket, damit ſie deſto füglicher ſtudiren, die alten
Scribenten sowohl in Ecclesiasticis als prolanis copiren,
durch ihre Feder bei der Nachwelt conserviren, und die neue
Geschichte ordentlich continuiren mögte: worinnen auch Kayſer
arolus M., dieſem vorigen in gleichem Exemple gefolget,
und was er zu seiner Zeit an alten Hiſtorien und Antiqui-
täten gefunden, durch der geiſtlichen Feder von Mott und
Würmern praeserviret und der gelahrten posteritet bekant
machen laſſen. Selbſt die rômiſchen Päbſte haben an unter-
Kirchen acla, nach allen ihren Umbſtänden zuſammen getra-
II

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