. wer 128 E.
Fr. Zehsttse Eckhaus. #), das vormalige St.. Annen. Kloſter
4) Vertrag der Stadt Kiel mit ihrem Münzmeiſter
"vom Fahre 1379.
. Der ſeel, Chriſtiani hat in seiner Geschichte der
Herzogthümer Schleswig und Holſtein das Privilegium nichr
unerwähnt gelaſſen, welches 1318 die Stadt Kiel von dei
damaligen Grafen, der aber nicht Johann II. war, wie
Chriſtiani glaubt, sondern Johann der Milde auf die
Münze erhalten hat. Ebenfalls ‘hat der gedachte Geſchicht;
. ſchreiber den Vertrag namhaft gemacht, den die Stadt Kiel
im Jahre. 1379 mit ihrem Münzmeiſter abſchloß. (Aeltere Ge: .
ſchichte III, 458 u. IV, 333)). ; :
Das: Münzprivilegium enthält durchaus keine nähere Be: .
ſtimmungen, sondern lediglich die Erklärung, daß die Stadt
Kiel, ihrer getreuen Dienſte wegen, die Münze haben ſolle
(wahrscheinlich ward denn selbſt das Münzgebäude mit über-
. laſſen). und daß die Münzen, welche der Rath werde schlagen
lassen, allenthalben im Gebiete des Grafen gelten und unwei-
gerlich angenommen werden ſollten. M
Wichtiger iſt der Vertrag mit dem Münzmweiſter durch
die genaue Angabe des damaligen Münzfußes. Aus diesem
Grunde laſſe ich den Vertrag abdrucken.
“ Ganz deutlich ſind mir die, darin . enthaltenen Beſtim-
mungen nicht. Doch halte ich Folgendes für das Richtige.
Das kleine Geld (bei welchem die Löthigkeit nicht bemerkt wird)
ſollte ganz reines Silber ſeyn und die Mark zu 45 Schillingen
ausgebracht werden. Das gröbere Geld dagegen war 12zlöthig.
und ward ausgebracht zu 60 Lßl. Dies ſtimmt quch mit den
Angaben überein bei Praun vom deutschen Münzweſen
S. 55, jedoch nur ungefähr und nicht ganz genau. Eine
genauere Berechnung würde an diesem Orte nicht paſſen.
Ich bemerke nur: der vorkommende Ausdruck in Wichte
muß als rein pleonaſtiſch angeſehen werden. Denn nach der
bei dem groben Gelde angegebenen Löthigkeit iſt es ja gerade-
zu eine Unmöglichkeit, daß das Geld das 4fache Gewicht des
Silbers haben konnte. Ein ſolches Silbergeld hätte nur vier:
löchig ſeyn können.

ÖA
) Rechtex Hand, wenn tau durch das Schumacherthor hiveingeht, '

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