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waren, die ſich nur dadurch erklären laſſen, daß die Capelle
und die dazu gehörigen Gebäude mit den ihnen anklebenden
Gerechtigkeiten verkauft ſeyn mögen. Da geistliche Stiftungen
thre Ländereien gerne in der Nähe hatten: ſo ſtanden die. ſo-
' genannten Damperländereien wahrſcheinlich mit diesen Capellen
auch in Verbindung, H: ; :
2) Die Gerrrudencapelle, die mit der St. Jacobscapelle
eine und dieselbe iſt. Die Fundationsurkunde von 4350. iſt
überſchrieben : f ; j
“rſ§tihen: . Papalis ad ſaciendum novum Cimitlteri-
num et novam Capellam sancte Gertrudis
' .und im Contexte heißt es: ; .
damus et concedimus plenam licentiam habendi
nune et in perpetuum Jjuxta praedictum oppidum
noxum. Cimiterium, ad les mortuorum
. Qadarera, et ad erigendum et faciendum in eodem -
Ciwiterio capellam, in honorem heatli Fabiani et
Sebastiani Martyrum, et Anthoni Conlkessoris et
Gerlrudis Virginis consecraudum. ,
Nach einem päpſtlichen Confirmationsbrief vom 1383 hat
diesé Capelle , extra muros oppidi Kyl“ und nach einm
deutſchen Lehnsbrief von 1530 ,, vor Kiel-/\ gelegen. Eine
aufbewahrte Nachricht läßt über die Lage dieser Capelle keinen
Zweifel übrig. Sie lautet folgendergeſtalt :
Ao. 1350 hat Johannes, Graf zu Holſtein, Stormarn 1c.
einen ledigen Platz vor der Stadt in der Braunſchweig
dem Rach zum Kyl frey geſchenket, um ſelben zu einem
_ Kirchhof zu gebrauchen, auch eine Capelle in honorem .
Sanctorum, Jacobi Apostoli, Fabiani et Sebastiani .
vJlzztirin, atqne beate Gertrudis Virginis darauf
gzu bauen. ; j v.
Nach den Namen der vielen Heiligen zu urtheilen, müſſen .
mit dieser Capelle viele Stiftungen verbunden .geweſen ſeyn,
ſo, daß es den Vorſtehern derselben ſpäterhin leicht geweſen
seyn mag, eine Kirche zu bauen. Wirklich wird auch dieſe
î Capelle in dem gedachten Lehnbriefe von 1530 ,,8. Gertry-
den Kirche““ genannt. Die vor dem däniſchen Thore belegee
nen erſten Häuſer linker Hand, führen zu der Vermuthung,
daß urſprünglich dieſe Capelle an jener Stelle gelegen habe,
und die Form des Buchwaldtſchen Hauſes, ſo wie die verſchies.
denen damit verbundenen Privilegien, laſſen auf die ſpätere
Kirche schließen. ü): - § uc Q IU V AUR
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_ Staatsb. Mag. Vd. vn, Heft 1. ; . 16
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