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zuſtellen und zu protocolliren, eben so wenig verbieten die
Gesetze, Verſchreibungen ohne Generalhypothcken auszuferti-
gen. Die Protocollation derselben iſt blos die von der Ge-
ſelzgebung vorgeschriebene Form, um die etwa conſtituirte
Hypothek zu einer öffentlichen zu erheben, und gewährt keine
anderen Hypotheken, als die protocollirte Verschreibung ſelbſt
enthält. ;
Der Herr E. R. R. beruft sich auf die Praxis, indem
er behauptet, daß in Diſtricten mit Realfolien-Protocollen ;
ein Beſitzer mehrerer Grundstücke und mehrerer Folien bei
Veräußerung einzelner Grundſtücke nicht an den Consens [ -
seiner h9pothecariſchen Gläubiger gebunden sey. Er hat.
zwar vorher S. 461 darzuthun gesucht, daß Landleute, die
in Noth wären, nichts von ihren Stellen veräußern könn-
ten, weil die protocollirten Gläubiger es nicht zugeben wür-
. den, mithin hier das Gegentheil behauptet, allein der Ver-
‘ faſſer will dies nicht weiter urgiren, sondern blos im Allge-
meinen die oberwähnte Praxis läugnen. Denn wenn ein-
zelne Creditoren auch vielleicht von ihren Rechten keinen Ge-
brauch zu machen Veranlassung finden, so können die Gläu-
biger doch rechtlich einer Veräußerung von Grundſtücken,
woran ihnen generelle hypothecariſche Ansprüche. zuſtehen,
hinderlich seyn, oder mit andern Worten die Ansprüche ge-
gen den neuen Käufer, wenn er unvorsichtig genug iſt, ohne
ihren Confens und ohne Verzichtleiſtung auf ihre Ansprüche
zu kaufen, geltend machen. Dieſe rechtliche Befugniß wird
die Praxis auch in Holſtein den Gläubigern nicht nehmen
können, ohne faſt alle bisherigen Begriffe vom Hypotheken-
wesen über den Haufen zu werfen. §
. Herr Gegner muß einräumen, daß auch da, wo die
Realfolien-Einrichtung Statt finde, die Vorschrift der Pro-
tocollation von Tutorien und Ausweisungen beſtehe. Ob
diese Protocollation überflüssig ſey oder nicht, Jäßt dex Vero
faſſer, der sich blos an beſlehende gesetlliche Vorſchriften

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