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dieſe Gläubiger doch weit weniger groß. als Herr E. R.
R. ſich es vorſtellt. Er ſcheint nemlich nicht an den actio
Hypothecaria gedacht zu haben, die den Gläubigern gegen
jeden dritten Besiter zuſtehen würde, und im etwanigen
Conflikt mit neueren von dem neuen Besitzer contrahirten
ſelbſt protocolirten Schuldforderungen vor diesen Vorzug
und Priorität den Rechten nach erwarten könnte. Auch hat
er nicht beachtet, daß der Käufer von Grundſtücken, wnen _
er einigermaaßen vorſichtig iſt, seines eigenen Interesse wes
gen, sich vorher, ehe er die Umschreibung auf seinen Namen
Hbewirkt, nach den etwanigen auf dem gekauften kundo haf-
tenden protocollirken Schulden des Verkäufers erkundigen, |
und deren Tilgung, so weit er sie nicht übernimmt und im
Kaufgelde liquidirt, verlangen werde. Es iſt überhaupt nicht
abzusehen, welch größeres Unglück für die Creditoren in den
Diſtricten mit Namenfolien durch Nachlässigkeit der Behör-
den entſtehen sollte, als in den mit Realfolien verſehenen. .
Gegenden. Die Protocollführer der letzteren werden auth
nicht alle menſchlichen Fehler abgeſtreift haben, und wenn
selbige aus Bequemlichkeit, Saumſeligkeit oder anderen noch
gehäßigeren Paſſionen si ch Fehler in ihrer Protocollführung
zu Schulden kommen laſſen, so werden die Creditoren nicht
minder oder mehr dabei gefährdet, als in den Namenfolien.
Diſtricten der Fall fep. würde. ;
Dem Verfaſſer wird . daß er im Allgemei- '
nen den Namenfolien den Vorzug vor den Realfolien gege-
ben, und doch die letzteren bei den adlichen Gütern und den
dem foro superiori unterworfenen Grundſtücken für zweck-
mäßig erklärt habe. Herr Gegner will sogar daraus fol.
gern, daß Verfasser selbſt im Allgemeinen den Realfolien
den Vorzug einrâume; ferner soll dieser den Beweis. seine
Behauptung: daß in Rücksicht der Folien- Einrichtung bei
. Schuld- und Pfandprotocollen unter größeren oder kleineren

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