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. Alus den protocollikten Schuld- . Documenten, worin, wenn
der Schuldner unbewegliche Güter besitzt, selbige in der Re.
gel als ſpecielles Unterpfand genannt werden, uud EN®
ren’ eigenthümlichen Besitz der Schuldner sich vor der Pro-
_ tocollation gegen den Protocollhalter zu legitimiren hat, iſt
mithin auf den Foliis. deutlich genug zu erſehen, daß und
welche Grundſtücke ein Schuldner .
“z 4.
Dem- Verfasser sind > Verhältnisse des Protscällztions-
wesens in Norderdithmarſchen wenig. oder gar nicht bekannt,
. aber demohngeachtet getraut er sich, seinem Herrn Gegner
darin zu widersprechen, daß in der Einrichtung und Ver-
faſſung des dortigen Schuld- und Pfandprotocols die Mölln. |
lichkeit liegen könnte, daß ganze Hypotheken, wie er sich
ausdrückt, davon fliegen oder laufen können, Wenn die
Hypotheken Flügel oder Beine hätten, so würden auch die |
Realfolien-Protocolle sie schwerlich vom Gebrauch derselben ;
abhalten. Der 45te g. der oberwähnten Protocollations-
verordnung verfügt ausdrücklich, daß keine Umschreibung eis
' nes immobilis auf einen Andern auf rechtskräftige Art ge-
schehen könne, daferne nicht der bisherige Besitzer desſelhen
docirt, daß es mit keinen debitis protocollatis bebürdet
sey, oder daß die creditores protocollati ausdrücklich in
“ die Umschreibung gewilligt haben. Wenn nun dieser Vor-
schrift ungeachtet, es sey durch Unachtsamkeit oder sogar Ges
wiſssenlosigkeit einzelner Behörden, eine solche Umschreibung
ohne Wiſſen und Genehmigung der protocollirten Gläubiger
tidzther Weiſe geſthehen könnte, h wäre das pzgtät: für
t pfänden, wie das denn wirklich der nâtücliche . Sinn zu ſeyu ;
_ ſcheint, ſo iſt diese Veſtimmung für Norderdithmarſchen nie in -
Obſervanz gekommen. Anch dort werden die Generalhypotheken -
; auf die nachher erworbenen Grundſtücke bezogen und genießen
dariü unbeſtritten jura protocollata. F.
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