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einer mangelhaften Ansicht dieser Folien-Einrichtung her-
- vorgegangen zu seyn. Denn zu der erſten Unterart könnte
eigentlich nur das Protocoll für die Herrſchaft Pinneberg
nach der Verordnung vom 14. März 1788 gerechnet wer-
den, wogegen alle übrigen Namenprotocolle die zweite Un-
terart bilden müßten, aber einen rechtlichen Werth hat diese
Unterabtheilung der Namenfolien überall nicht, Die nach
. der uniformen Conſtitution geführten Protocolle nähern ſich
den Realfolien.. um keinen Schritt mehr, als die nach anderen
einländiſchen damit im wesentlichen übereinſtimmenden Ver-
ordnungen eingerichteten Personalfolien, und enthalten auch
durchaus nichts weiter als den Namen des debitoris, und
was derselbe hat protocolliren laſſen. Auf den vom Herrn
Gegner im eigentlichſten Verſtande genannten Namenfolien
soll sich kein Woxt darüber befi nden, ob und welche Grund-
ſtücke der Schuldner besitze, welche Bemerkung der Verfasser
auch als unrichtig characterisiren muß. Denn wenn auch
" vielleicht in der Landschaft Norderdithmarſchen, welche dem -
Herrn Gegner als Beiſpiel einer höchſt mangelhaften Proto-
colla Einrichtung nach Namenfolien gedient hat, wenige Con-
tracte über unbewegliche Güter im Schuld- und Pfandpro- :
töcoll protocollirt werden und ' daraus mithin der Besitz ei-
nes Schuldners nicht ersichtlich iſt, so schreibt doch die Pro-
tocollationsverordnung für jene Landschaft im §, 4 überein-
stimmend mit der uniformen Conſtition vor, daß der Inhalt
. deſſen, was protocollirt wird, quoad substantialia ku um .
diſtincte auf dem Volio anzuführen, namentlich die beſtellte .
Sicherheit, sie ſey generalis oder specialis, Ferner be-
stimmt derselbe Fph, daß keiner berechtigt seyn solle, in an-
dern Gütern .und Immobilien seinem Gläubiger eine Gene-
rale oder Special- Hypothek cum ekleotu juris zu conſtis
tuiren, als welche tempore protocollationis in dem Erd-
buche wirklich auf des debitoris Namen geschrieben ſiehen. *)
v
*) Soll. diese Clauſel ein Verbot enthalten,. künftige Güter zu ver:

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