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werden muß, und eine nie verſiegende Quelle der Thätigkeit
und Nahrung für die ausübenden Rechtsgelehrten bleibt. Der
Staatsbürger, der bei seinen Rechten geschützt zu werden vers
langt, leidet indeſſen um so mehr durch diese Unvollkommen-
heit, je wichtiger und verbreiteter die Verhältnisse sind,
worüber eine dadurch entſtehende Unsicherheit des Rechts obs
waltet. Das Inſtitut des öffentlichen Hypothekenwvſeen... !
nicht blos für eine Stadt- oder Landcommune, sondern für
eine ganz beträchtliche Provinz gehört nun aber ohne Zwein ..
fel zu denjenigen Verhältniſſen, welche auf das Wohl der
meiſten Bewohner der Provinz großen und wichtigen Eins
fluß ausüben, und es iſt daher allerdings zu bedauern, wenn
die Unsicherheit des Rechts auch ein fslhes Inſtitut ergreift.
Herr Etatsrath Rötger, welcher seit 20 Jahren Schuld.
und Pfandprotocolle nach Realfolien führt, und als Verfechs
ter dieser Protocollationsmethode aufgetreten iſt, hat über
den volitiſchen Theil der Abhandlung des Verfaſſers, worin
er sich über die Gründe für und wider die von ihm angeges
bene doppelte Protocollationss Einrichtung nach Perſonals
und Realfolien geäußert hat, mancherlei Bemerkungen ges
macht, und zuvörderſt den Verfasser beſchuldigt, daß er die
_ für die Realfolien aufgeſtellten Gründe für bloße Schein-
. gründe ausgegeben habe. Diese Beschuldigung iſt unge
gründet. In dem 2W0sten Fphen hat der Verfasser. die geo. .
gen die Namenfolien gewöhnlich angeführten Gründe zuſano
. mengeſtell, und am Ende hinzugefügt, daß selbige bei ge-
nauerer Prüfung sich in bloße Scheingründe auflösen. Erſt
im folgenden 27ſten gphen hat er die für und wider die
Realfolien sprechenden Gründe angeführt, und erſtere. so völl«
ſtändig, ohne sie für Scheingründe auszugeben, daß sie keis
nen irgend erheblichen Zuwachs durch seinen Gegner erhal-
ten haben. Was letzterer ferner über eine doppelte Art der
Namenfolien angemerkt hat, ſcheint dem Verfasser nur aus
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