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: zi [ Specialhypotheken die Ertheilung des Consenſes zue
VProtocollation auf ein beſtimmtes Grundſtück so zu vers [
ſtehen sey, daß nur die Specialhypothek als protocolirt.
gelten solle, kann er nicht beipflichten. In Diſtricten,
wo Realfolien gesetzlich eingeführt sind, geschieht dieſes
. allerdings toto die, und mit Beiſtimmung der Verord-
nungen, allein in der uniformen und generalen Conſtis
tution, welche Verordnung hier allein in Betracht kömmt, .
iſt ausdrücklich vorgeschrieben, daß der wesentliche Jn- .
halt jeder Verschreibung auch ratione der darin he-
ê stellten Hypothek, sowohl der generalen als der specia=
len, im Protocoll eingeführt werden solle, und sobald
dieſes vom Protocollhalter veroronungsmäßig geschehen
& . iſt, hat der Creditor auch bie Rechte des protocollirten
. Gläubigers. rücksichtlich der Generalhypothek erworben,
wogegen der beſchränkte Consens ‘des Schuldners für
, die Protocollation auf ein gewisses Grundſtück ihn nicht
zu schützen vermag. Verfaſſer würde sich nie erlauben,
. wegen eines solchen beschränkten Consenses zur Proto-
' collation, der beſtellten Generalhypöthek im Protocolle
.. nach Namenfolien nicht zu éerwähren, theils weil dien
ses gegen die. ausdrücklichen Vorſchriften der mehrera
wähnten Conſtitution verſtoßen, theils. aber, weil. da-
. durch der characteriſtische Vorzug der Personalfolien=
. Protocolle vor den Realfolien- Protocollen, ‘daß bei er-
; ſteren die beſtellte Generalhypothek nach geschehenere
Protocollation ihre volle Wirksamkeit auch als proto-
collirt behält, verloren gehen würde. Will daher ein
. Schuldner einem Gläubiger in solchen Diſtricten, wo
. . Namenfolien gesetzlich vorhanden seyn sollen, nur ein
protocollirtes Pfandrecht ratione eines bestimmten Grund-
ſtückes zugeſtanden wissen, so muß er in seiner Ver-
ſchreibung alle und jede Clauſeln, woraus eine Gene-.
' . ralhypothek gefolgert werden könnte, vermeiden, und
blos das beſtimmte Grundſtück als Unterpfand benen-

L

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