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- gegenzusehen. Dex geringſte Nachtheil davon möchte noch.
der seyn, daß ohne Zweifel, oder vielmehr unfehlbar, eine
Menge dinglicher Rechte wegen fehlender Praotokollation in
Concurfen verlohren gehen würde, ohne daß die Berechtigten
vorher eine Ahndung davon gehabt hätten, daß ſie etwas
hätten thun können und müssen, um ihre Gerechtſame beſser
zu verwahren. Jedermann weiß, daß Forderungen und die
dafür beſtelten Pfandrechte protokollirt werden müssen, um
sicher zu seyn; dies lehrt ihn schon der bloße Name des In-
ſtituts der Schuld- und Pfandprotokolle. Aber lange möchte
es dauern, bevor man sich an den Gedanken gewöhnte, daß
bei jedem dinglichen Anspruch das Bedürfniß der Protokol»
lation nicht minder begründet sey; daß auch dex Bauer nicht
verſäumen dürfe, ſeine geringfügigen, aber ihm doch so wich-
tigen Ansprüche auf kleine Dienſte und Abgaben von den
_ von ſeiner Hufe abgelegten Kathen und Inſtenſtellen proto«
kolliren zu laſſen. Am Ende indessen würden die Leute wohl
durch Schaden klug werden, und auch die geringſte Servitut
in die Hypothekenbücher inseriren laſſen und ſo würde die
hier berührte Gefahr, sich wohl wieder verliehren. Andere
Nachtheile aber würden nicht so mit der Zeit verſchwinden
können, und wären schon darum erheblicher, '
Unterwirft man die Reallaſten der Protokollation in dem-
selben Sinn wie die Forderungen und deren Hypotheken, so
iſt die unvermeidliche Folge, daß man sie in Concursfällen
zu Gelde anschlagen und so unter die Zahl dex Fordérungen
aufnehmen muß, und conſequent muß dies dann guch nicht
bloß geſchehen, wenn protokollirte Forderungen da ſind, son-
dern auch wenn gar keine Protokollata vorhanden sind, Eins
§% von beiden iſt bei einem folgerichtigen und gleichmäßigen . J
Verfahren nur möglich; entweder man läßt die dinglichen
Rechte Hanz aus hem Eoncurs héraus +2), oder man zieht
.) Es verſteht t fg, da daß ich jiet; den Falk außiéhus: wein n ¿eis

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