; sehr leicht entscheiden. Die Sache muß sine bnere vers!
B nem Gelde vorweg genommen werden; wenn nämlich der :
_ Gemeinſchuldner auch derjenige iſt, der felbſt die Reallaſt be-
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weeden können, als‘ die Rechte derer, welche ihr Eigenthuim,-
ausſchließliches oder Miteigenthum, aus der Maſſe vindici-
ren. Es verſteht sich indeſſen von selbſt, daß diese Grund.
ſäte nur dann Anwendung leiden, wenn eine Reallaſt älter‘
iſt, als die mit ihr collidirenden Pfandrechte; iſt ſie jünger,
ſd können freilich die Pfandgläubiger verlangen, daß die
Sache ohne das, zur Zeit der Verpfändung noch gar nicht
vorhandene Onus zu ihrer Befriedigung verkauft werde.
Dabei verdient hier die Frage kurz berührt zu werden, wie
es den entwickelten Regeln zufolge zu halten sey, wenn eine
Hypothek an einer Sache nicht protökollirt, eine jüngere
Meallaſt dagegen protokollirt worden iſt, und der Besitzer der .
Sache Concurs macht. Diese Frage läßt ſich folgerichtig“
kauft werden, darauf hat der Pfandgläubiger ein Recht, |
weil die Protokollation die Reallaſt selbſt; das "dingliche Recht
gar nicht betreffen kann; aber hat -der bisherige Inhaber der
Reallaſt, vermittelst dieser, Forderutgen gegen den Gemein- :
ſchuldrer erlangt, so geht er in Rückficht der Abfindung auen.
. dem gelößten Gelde dem andern vor, weil er zur Sicherheit
ſeiner Forderungen eine protokollirte, der andere nur eine
nicht protokollirte Hypothek an der Sache hatte. In einem
Fall kann aber sogar der ganze Werth der Reallaſt aus jeu.
stellt hat; denn in dieſem Fall muß auch die Entſchädin.
gungsforderung wegeh des Verluſtes des ertheilten Real.
rechts, weil sie gérade gegen den Gemeinschuldner begründet
iſt, an den Vortheilen Theil nehmen, welche die Protokolla.
tion der Reallaſten gewährt, und welche ja hauptfächlich
darin beſtehen, daß die eventuellen Forderungen gegen den
Besitzer der Sache durch eine Hypothek an dieser, geſchist.
ſind. s + f igel
Gegen eine Seite hin iſt hiermit bie Untetſuchung ger. .. J
ſchloſſen, Bedürfen die Reallaſtet der Protokollation nicht, I

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