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sehe ich in der That nicht ein, wie sich unter dem reser-'
vatum dominium, welches den protokollirten Hypotheken
nachſtehen soll, so ferne es nicht selbſt protokollirt iſt. etwas
anderes verſtehen ließe als bloß der die Sicherung eines
Kaufpretiums bezweckende, und daher nur als eine modificirte
Hypothek erscheinende Eigenthumsvorbehalt. +) Man müßte [
ſonſt behaupten, daß die Gesetzgebung, nicht nur in gleichar-
tigen Verordnungen wit denselben Ausdrücken andere Be-
griffe in Holſtein verbinde als in Schleswig, sondern daß |
sie auch gleichartige Verhältniſſe nur in Holſiein consequent-
î nach denselben Princeipien, in Schleswig aber willkührlich
. auf eine sehr ungleiche Weiſe, behandle, was doch wohl nicht
ohne Noth angenommen werden darf,
Kürzer kann ich in Rücksicht des ius separalionis ſeyn;
dem die protokollirten Hypotheken vorgezogen werden. Das
gemeine Recht giebt Erbschaftsgläubigern und Legatarien
die Befugniß, im Fall der Insolvenz ihres jetzigen Schuld»
ners, des Erben, Absonderung der Erbschaft von dem Vers
mögen des Erben, und separate Verwendung derselben zu
ihrer Befriedigung zu verlangen; auch iſt dabei ausdrücklich
vorgeschrieben, daß wenn der Ecbe schon Erbſchaftsſächean ;
verpfändet hat, diese Pfandrechte unbedingt jenem Separa-
tionsrechte der Erbſchaftsgläubiger und Legatarien weichen
, müſſen 58). Lediglich dies letztere iſt es, was unsere Pros
tokollationsverordnungen für den Fall abändern; wenn die
vom’ Erben beſtelte Hypothek protokollirt worden iſt. Da
nun aber die zur Separation berechtigten Personen aus-
ſchließlich Errſchaftögläubiger und Legatarien ſi si nd, ſo treit
:
*) Dies beweist auch undeſtreitbar die ÿVererduung: vom 14ten. ;
December 1787 ß. 2.... ,
18) I. 1. H. 3 D. de ye? rationibus (41, 6) , „Scisqguga; est. antem, .
z ‘WWtigata x ese yr oponatur ab herede iure e pigvoris rel
bypothecas, atta amen si hereditaria fait, iure veparationis hypo-
theeario ereditori lr ovsreze esse enm, qui Lpsyzichhs! iupbirs:
vit: et ita Severus et Autouiuus xescxripserunz, 't


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