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werden, so kann nun alſo dies nicht auch so gedeuket wer-
den, daß die Pr rotokollation der erſteren, denselben Grund
und Zweck haben müſſe, als die der letzteren. Daraus geht
denn aber nothwendig als Folgeſatz hervor, daß wenn deſſen-
ungeachtet einige Reallaſten z. B. Grundrenten und ein
Canon reservativus vel constitutivns in Beziehung auf
Protokolation den Forderungen und Hypotheken ganz gleich
geſtellt und im Concurse gleich Forderungen collocirt werden
sollten, der Grund zu dieser verschiedenen Behandlung der
Reallaſten, anderswo gesucht werden müßte, als in dem
Grundsatz unserer Protokollationsverordnungen, daß Rechtss ;
geſchäfte, welche Sachen realiter afficiren, in die öffentlichen
Hypothekenbücher inserirt werden können. 1
II. Noch weniger als die Beſtimmungen der Proto-
kollationsverordnungen über die Protokollationsfähigkeit der
Rechte, sprechen die Aeuſserungen dieser Gesetze über den
Vorzug der Protokollata, dafür, daß die Reallaſten, einige
oder alle, eben wie Forderungen und Hypotheken, auch mit
in den Concurs zu ziehen sind; denn durchgehends nur Fors
; derungen und Hypotheken sind es, gegen welche das. Privi-
legium der Protokollata in Anwendung gebracht wird. Es
heißt nämlich, was den öffentlichen Hypothekenbüchern ein»
verleibet worden iſt, das soll den Vorzug habens Ê
O anderen Verpfändungen 29),
Hierbei will ich nur darauf aufmerksam machen, daß der
Ausdruck „„vor anderen Verpfändungen. doch ehr
deutlich dict hinweiſt, daß die Gesetzgebung sich unter den
Protokollatis eigentlich nur Pfandrechte gedacht habe, was
auch picht damit in Widerſtreit ſteht, daß ich die Protokolla«
tion der Reallaſten als sehr wohl möglich zugegeben habez
indem, ſo wie ich die Protokollation der Reallaſten: auffaſſe,
deren Hauptzweck und Nutzen ja darin beſteht, daß eine
Hypothek wegen der eventuellen Ansprüche auf rücſtändige
22) Generale uud nyiforme Couſtit.. H. t Verordn. v, 12tes Juni
cc. § :; Bd. vn. Heſt 1. ; . ;

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