Le
, geſchüht seyn wolle, weil auch hier ein Vertrag sey, der
' eine Sache realiter afficire. Daß aber diese folgerichtigen
Sätze ganz und gar nicht der Absicht der Gesetzgebung ge-
mäß sind, zeigen die klaren Beſtimmungen [mehrerer Ver-
ordnungen. Im Concurse eines Erbpächters soll nur sein
Erbpachtsrecht nicht das Eigenthum der Stelle zur Befrie-
digung der Gläubiger veräuſſert werden, wobei nicht unter-
schieden wird, ob der Eigenthümer seine Ansprüche hat pro-
tokolliren laſſen, und ob die Forderungen der Concursgläu-
biger protokollirt sind, oder nicht 25). In Ansehung der
Feſtehufen, wo diese mit Schulden belaſtet werden können 26),
iſt es ferner eben ſo anerkannt, daß durchaus nur die Feſte-
gerechtigkeit nicht die Sache selbſt verpfändet 27), und daß
daher auch nur jene im Concurse des Feſtebesitzers, unbe-
schadet des Obereigenthums des Lehnsherrn, welches eben
darum keiner Protokollation bedarf, verkauft werden kann 28).
§§ Dazu kommt noch, daß die Protokollation der Servituten
. allgemein als unnôthig angesehen wird, und daß es, ſo viel
ich weiß, auch nicht gebräuchlich iſt, daß Feſtehufner, Erb-
pächter, Emphyteuten, Käthner und Inſten ihr ius in re
auf dem Folium des Eigenthümers protokolliren laſſen, woraus
ich wohl schließen darf, daß. auch in dieser Anwendung die
Protokollation in der praxis als. überflüssig gelte und. bes
! handelt werde. ;
Allgemein ſtehen demnach die. dinglichen Rechte 'sdés
Mecllaſten den Forderungen in Rücksicht des Bedürfnisses der j
Protokollation nicht gleich, und wenn erſtere ohne Ausnahme
ſo gut wie "légtert für geeignet zur Hrstokettiet: erklärt
§s .) Verordu. v. 9ſtei Nov. 1783 . 4, Rescrivt an das. Gottorfer
Obergericht v. 28ſten Juli 1794. ;
25) Man vergl. S ch o lz a. a. O. Seite 32 Note 28. - :
27) Verordu. v. 26ſten März 1772 g. 8. ttuzis
28) Provinzialberichte Jahrg. 1788, 2te Abtheilung S. 28; Fett: ;
: manu a. a. O. Seite 665 u, f. z

. Uu

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