Full text: (Siebter Band)

E . 
woraus man die Creditoren befriedigt, und giebt man auch 
dem, deſſen dingliches Recht für den Creditor eines anderen 
, aufgeopfert wird, eine persönliche Entschädigungsforderung 
Begen den Cridar, so büßt er doch sein Hauptrecht ein, 
während ein Pfandgläubiger, der hinter einem andern zurück. 
stehen muß, nur seine ſubſidiaire Caulion, seine Hypothek 
verliert. Der Erfolg kann dabei freilich für beide äuſſerlieih : 
gleich nachtheilig seyn, wenn sie nun nicht zur Perception 
gelangen, jener mit seinem Anspruch auf Entschädigung, die- - 
fer mit seiner. ihrer Hypothek beraubten Forderungz allein. 
L der imere Unterſchied iſt doch, daß der Pfandgläubiger nur 
leer ausgeht, der andere dagegen für den Schutze. im 
f Goncurse hat bezahlen müſſen. 
Dies sind Gründe die, wie ich glaube, ‘Hringerd dafür 
sprechen den Vorzug protokollirter Hypotheken nur darauf 
zu beziehen, daß andere Pfandrechte ihnen nachſtehen sollen. 
Ich will nun die Aeuſſerungen unserer Gesetze, aus denen 
sich etwas über diesen Punkt schöpfen läßt, durchgehen. 
I. Zunächst iſt zu berücfsichtigen, was über die Rechts- 
' geschäfte und Rechte gesagt wird, zu deren Aufnahme die 
öffentlichen Hypothekenbücher beſtimmt sind. Alle und . 
jede Verbindlichkeiten, Contracte, Verschreibun- 
gen und Handlungen, heißt es, wodurch die Güter 
' oder Sachen jemandes verhypothecirt, oder son- 
ſten realiter afficirt werden, sie mögen Namen 
haben wie sie wollen, sind zur Protokollation ge- 
eignet 24)) Wollte ich ſpitzfindig seyn, so könnte ich unter 
den Rechtsgeschäften, welche im Gegeriſatz gegen einfache 
.Verpfändungen,, - die Sachen jemandes reell belaſten, oder 
. realiter afficiren, . wie die älteren Verordnungen sich aus- 
drücken, diejenigen verſtehen, wodurch eine movificirte Hypo. 
thek begründet wird, wie das pactum reseryati dominii 
  
  
**) Generale .und nniforme Conſtit. g. 1, Verordn. v. 12ten Jun. " 
“ 1739 9. 5, Verordn. v. 23ſten Dec. 1796 §. 21. 
 
	        
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