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Gemäßheit der speciellen Beſtimmungen des Feſtebriefes, oder .
in Gemäßheit von Gesetzen und Gewohnheiten, allerlei Leis
ſtungen zu verlangen befugt iſt ?). Auch ſcheint es in der
That mehr nur Ungeſchicklichkeit des Ausdrucks als wirkliches
Verkennen des wahren Verhältniſſes bei den Feſteſtellen zu
seyn, wenn jener Ungenannte den Feſtebeſitern Eigenthum
beilegtz denn im Einzelnen characteriſirt er den Inhalt ihres
Rechts und Überhaupt das ganze Rechtsverhältniß ziemlich
richtig. Der Feſtebeſier hat ein dingliches Recht, weil sein
Recht unabhängig iſt, von dem Wechsel des Eigenthums,
indem wenn ein neuer Eigenthümer oder Lehnsherr eintritt,
wie es ja bei den zu adlichen Gütern geyörenden Feſteſtellen
alle Tage vorkommen kann, wenn das Gut an welches die .
Lehnsherrlichkeit über die Feſten geknüpft iſt, veräuſſert wird,
der Feſtebeſitzer nicht wie ein Pächter oder Miethsmann von
seiner Stelle weichen muß. Der Lehnsherr hat aber auch
ein dingliches Recht, da bei jeder Veräuſſerung einer Feſtes
ſtelle, der neue Beſiter immer wieder nur in das Verhälesen.
niß ſeines Vorgängers tritt, und der Lehnsherr seine, auf
ſein Eigenthum gegründeten Ansprüche und beſchränkenden
Rechte, gegen jeden neuen Inhaber einer Feſteſtelle gel-
tend machen kann. Hier fällt also die vorhin erwähnte
zwiefache Reallaſt in die Augen. Nicht minder iſt dies aber
der Fall ; j s
_II. Bei den Erbpachtsſtellen, worunter ich hier
aber nur diejenigen verſtehe, die auf die Fortdauer. der Des-
cendenz oder überhaupt der Familie des erſten Erwerbers .
Tft ~f~r7 ; ;
12) M. s. „„Gedanken über das Eigenthumörecht der Landesherr-
ſchaft an den ſogenannten Feſtehufen, und über die Vortheile
. Ihrer Verwandlung in Bondenhufen ; “ in den Provinzialberrch-
ten Jahrg. 1789, S. 39 u. f., Herrn Juſtizrath Feld manns
Aufſaß: ,, Ueber die weſentlicheren in kammeraliſtiſcher Hinsicht
_ Statt findenden Unterſchiede zwiſchen Feſte- und VBondengüse
î kern 1c.' in dieſem Mag. Bd.I. S. 561 u. f. und Wimpfen,
die Lebre von den Feſtegüteru; ebend, Bd. VI. S- 228 u. f.

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