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Protokollationsverordnungen über die zur Protokollation ge-
eigneten Ansprüche subſumiren, und. es iſt daher durch die
obige Uebersicht die Gränze abgeſteckt, innerhalb deren wir
uns bei Erörterung der Frage, für. welche Rechte die Pro-
tokollation ein wesentliches Sicherungsmittel sey, halten kön-
nen. Der Prüfung dieser Frage sſelbſt, muß indeſſen noch
eine gedrängte Zusammenſtellung der Privatrealläſten voran-
geschickt werden. Die Privatreallaſten machen bei unferer
Untersuchung die Hauptſschwierigkeit; aber von einigen der-
selben haben nicht Alle gleiche Begriffe, und über andere
ſind sogar, meiner Meinung nach, unrichtige Vorſtellungen
herrſchend. Es muß mir daher vorzüglich daran gelegen
seyn, hier erſt feſten Boden zu gewinnen, von dem ich aus-
gehen kann, um Mißverſtändniſſen vorzubeugen. -
Die sämmtlichen. privatrechtlichen, d.. h. aus einem Pris
vatrechtsgeſchäft hervorgegangenen Reallaſten, bei welchen
übrigens im Allgemeinen eben dieselben. Berechtigten vor-
kommen können, als bei den oneribus realibus publicis,. . |
den Staat nicht ausgenommen, zerfallen in zwei Hauptklaſ-
sen. Ein großer Theil. derselben beruht darauf, daß ein ;
Eigenthümer eines Grundſtücks einem Anderen die Ausübung
und die Vortheile ſeines Eigenthums in dessen wesentlichſten
Beziehungen überlaſſen hat, und zwar als, ius in re,; aber
gegen gewisse regelmäßige. Leiſtungen, die :von jedem: Suts
ceſſor in jenes ius in re entrichtet werden müſſen, und. die
eben darum eine Reallaſt, sind. Dieſen Reallaſten liegt dem-
nach diejenige Spaltung des Rechts an einer Sache zu
Grunde, welche die älteren Juriſten durch den Gegensatz von
dominium directum und utile zu bezeichnen pflegten, eine
Bezeichnung, die indessen beſſer vermieden wird, weil ſie
nur aus einer ixrigen Deutung einiger Aeuſſerungen des
_ Röwisſchen Rechts hervorgegangen iſt, und wieder leicht zu
Irrungen führt 1°0), und weil auch das Verhältniß derjeni-
*°) Thibauts Vers. Tl: 2, no

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