G Â~ 1317
Was endlich das Aufhören der Stadtgerechtigkeit von
Grube und Grömitz anlangt, so möchte wohl anzunehmen
seyn, daß es sich damit auf gleiche Weise wie bei Meldorf
und Lunden in Dithmarſchen verhalte: für jene wird, wie
es bei diesen der Fall iſt, die ſtädtiſche Verfaſſung nicht be-
sonders und ‘ausdrücklich aufgehoben seyn. Wie aber in
Dithmarschen bei den unmittelbar nach der Eroberung ge-
troffenen Umgeſtaltungen und neuen Einrichtungen glle Ein-
wohner des Landes ohne Rücksicht auf ihre individuellen Ver-
hältnisse und Gemeinheitsverfaſſungen auf eine ganz uniforme
Weise behandelt wurden, und damit das Municipalwesen von
j . Meldorf und Lunden, in der Hauptsache wenigstens, faktisch
_ erlosch, so wird ein gleiches Schicksal für Grube und Grömitz
in der nach ‘der Reformation erfolgten Sekulariſirung der
Besitzungen des Kloſters Cismar gelegen haben s). Daß
dies der Hergang der Sache gewesen sey, iſt deshalb um ſo
wahrſcheinlicher, weil man bei jenen Umwandlungen der kls-
flerlichen Gebiete zu fürſtlichen Aemtern diefelben eigentlich
wie neu erworbene herrschaftliche Güter behandelte, und ſich
ohne Zweifel sehr oft um die alten zum Kloſter beſtandenen
Verhältniſſe nicht viel kümmerte. Uebendies müſſen beide

Erwerb und Wohlſtand eingebüßt haben, wie ebenfalls durch '
das Herabſinken Lübecks, der ehemals reichen Hauptſtadt der
Hansa, und Grömitz insbesondere vielleicht auch durch Ver-
Tandung feines Hafens. !
T I-—-+% uV
") ob dent Kloſter in Grube so, wie în Gröômißt, eigentkiche Grund-
. herrſchaft zugeſtanden habe, iſt fehr zu bezweifeln.
eaEn. . / 2


î Ortschaften durch die Entfernung des Kloſters sehr viel en

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.