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eine Folge des Aufstandes, zu dem die Einwohner der
Marschen durch den Grafen Gerhard sich hatten verleiten
laſſen, ansehen muß. Eine entgegengesetzte Ansicht hat jetzt
Fal > 4, vorgetragen. Er“ nzeint, es sey wahrscheinlich,
daß der Aufſtand erſt zwei Jahre später (1472) erfolgte,
mithin könne dio Aufhebung des Hollischen Rechts hiemit
nicht in Verbindung stehen, vielmehr. habe es den Anschein,
als ob die Marſcheingeseſſenen selber, weil ihnen ihre bis-
herige Gerichtsverfaſſung zu viele Koſten und Beschwerden
verursachte, um die Abschaffung derselben gebeten hätten.
Fal >’s Ansicht ſtütt sich hauptsächlich auf den Prolog der
genannten Veroronung. t .. s
\ Es möchte diese Streitfrage lediglich aus noch unbe-
nutzten, ergiebigeren Quellen der Geschichte jener Zeit zu
entscheiden seyn: nach solchen haben wir uns also umzuse-
hen. Unter allen Quellen der Art gebührt aber meines Ern.
- achtens unter den mir bekannten der höchſte Rang der
mehr genannten, als gelesenen lübeckiſchen Chronik 5) von
Reymar Kock, die zwar noch ungedruékt, aber in Handſchrif-
ten, wie es ſcheint, nicht ganz selten iſt. Ich lege daraus
die unsern Gegenstand betreffenden Hauptſtellen zur Beur-
. heilung vor, und zwar nach einer auf der Königl. Biblio-
thek hieselbſt befindlichen vorzüglichen, mit dem Verfasser
ohne Zweifel gleichzeitigen Abſchrift: wobei ich nur die Vorbes '
merkung mache, daß die in Parenthesen geſtellten lateini-
schen Ueberſchriften im Codex mit rother Tinte an den
Rand geschrieben sind, hier aber deshalb mitgegeben wer-
den, weil sie, wie ich aus ihrem Inhalt und Ton schlie
ße, vom Chroniſten selbſt herrühren können, und in gehalt.
voller Kürze den Text manchmal trefsend charakterisſiren. .Rey-
mar Kock erzählt zum Jahre 4468 unter anderem Folgendes:
«) Vgl. Handb. des Schlesw. Holſt. Privatr. Bd. I. S. 374.
s) Becker in seiner Lüb. Gesch. hat ſie fteiſſig benutzt; von unsern
' . Greſhchichtſchreibern läßt ſich das nicht sagen. ..

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