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punkt befeſtiget war. ~ Nördlich vom heiligen Spring lag
Ludyvrinestein. (Zinduinsteen). Möglich iſt es, daß dieser
Name aus dem N. pr. Ludwin und dem N. app. ,, Stein“
_ (Steen) zuſammengefetzt iſt, und einen, an der Gränze des
Nordalbingiſchen Sachsens zum Andenken einer merkwürdi-
gett Perſon jenes Namens gesetzten Denkſtein bezeichnete,
dergleichen Denkſteine mehrere vorkommen. (Keys]. Antiq.
b. 106. 583.) Da jevoch unsere Vorvâter bekanntlich auch
Steine ~ beſonvers in ruinosis locis et silvestrihus,
(Keysl. p. 14) wie vie Gränzgegenden waren, als Idole
verehret haben: 23) so kömmt es mir wahrscheinlicher vor,
daß roir hier ein folches Idol vor uns haben, und daß un-
fere Vorväter ~ wie. auch andere Völker etwas Aehnliches
gethan haben, ~ die dortige Gränze Sachsens durch den
Cultus des heiligen Springs und jenes Idols, ~~ das viel-
leicht ein Deus Terminus war, -+ haben nach ihrer Idee
verwahren und gleichsam heiligen wollen. Doch dies gehört
eigentlich nicht hieher; um alſo zur Sache zu kommen, be.
owtSSielolOet…tt.t..ÔÓÖt Länge,
wie z. B. Ludwineſtein, bekanntlich im gemeinen Leben sehr
oft eine oder mehrere Sylben einbüßen, 25) und ich stelle
tir vor, daß es mit jenem Namen eben fo gegangen seyn
köntte. Man hat alſsven Ort ,, Stein‘! oder „beim Steine, :
oder die Hölzung, worin fich der heilige Stein befand, den
Steinhorſt genannt, #7) und es iſt bekannt, daß noch heut
*:) Die Ueberſchrift des 2ten Cap. in Keyslers Auriqu. lautet: Sax
. &æ reteribus Celüs Frke: septenwionalibus p opulis diviaum culcgia
© iisse ezhibitum.. ' .
%.) Z. V. Wöhrden satt Öldenwöhrden, Burg ſiatt Bücklenburg,
Sieck ſtatt Fuhlenfieck 1€.
"r) Auf einem Hügel, (in der Probſtei) der ſich bedeutend über
die übrige Fläche des Landes. erhebt, nd Steinhorſt genannt
© êÊdwvird, ruhete auf fünf großen Steinen ein Stein von tngeheurer.
Größe '’ 16. Ueber die Probiüiel in d. P. B. 1812, p. 269. Je-
.. ner Hügel lag also vorttials in einem Horſt, und der Hort: hatte
vou dem großen Steine den Namen.

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