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heiligen Spring südwärts iſt zuerſt Morcehembeke (Hoyes
hembici 22) zu suchen. Vorläufig iſt hier zu bemerken, daß
„die unterſchiedlichen Geſchichtſchreiber nach ihren unterschied-
„lichen Mundarten die Namen der Flüſse ec. ausgesprochen,
„und die Aussprache mit solchen Worten ausgedruckt, die sie
„ihrer Pronunciation zulänglich zu seyn erachteten‘! c.
(Staphorſt I. in der nicht pag. V.). Die Franzosen setzten
aber ein ,, cht“, wo der Deutsche ein „„ sch‘ ausspricht, und
es leidet keinen Zweifel, daß die Namen im Limes ursprüngs
lich von einem Franzosen (Franken) aufgezeichnet worden
ſind; denn im Anfange des Iten Jahrh. war die Kunſt zu
schreiben den Deutschen noch unbekannt. Wenn nun aber
aus der erſten Leſeart (EHlorchembeke) das , ch“ statt des
„eh'“ in die zweite (Horehembici) versetzt, und das „m
in „n verwandelt wird: so heißt es nach der Aussprache:
Hoy Schenbeck, und eben da, wo wir diesen Schenbeck '
haben wollen, fließt der Schönbeck längs der Gränze und
§ fällt bei Trittau in die Bille 23). Die einzige vorgenoms
mene Veränderung beſteht alſo in der Verwandlung eines
„mt in ein „uz denn die Verſeßzung eines ~ noch dazu
sehr ähnlichen ~ Buchſtabens aus einer Leseart in die ans
dere, kann nicht als eine Veränderung betrachtet werden.
Die Bedeutung von „Hov “ iſt hier nkcht wesentlich; wahr-
ſcheinlich iſt darunter ein Hof, 24) (Hof Schenbeck, Schens
beckhof) zu verſtehen, der als ein militäriſcher Gränzo

»2) Aus hundert Beiſpielen läßt sich beweiſeu, daß. „Beck‘’ in alter .
. Zeit ici, biki, bizi, geſchrieben wurde, daher hier auch unmög- .
] _ lich an Büken, wie Hr. v. Kobbe und Audere wollen, ſich denken
| 22) Auch ſonſt wird angenommen, daß. aus einem ,. ch“ ſpäter ein
| . ~ uu usch“ geworden ſey; ſo leiten z. B. Weſtphal (I.. praef. p. 71.)
] und Hr. Dr, v. Duve (a. a. O.) die heutigen Namen Schalſee
_ und Schale a üurio Chaluso dés Ptolomäus her.
| ®+) Im Necrol. Hamb. hei Langeb. V. p.. 387 iſt die Rede von Eino
künften in curia to de Hoy.
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