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zwischen jenen Flüſſen nachzuweisen, !?) und damit meine
Untersuchungen über die Sächsische Gränze für immer been-
digen. Folgende Namen kommen aber dort auf dem ange-
gebenen Striche vor: Mescknreiza, Delvruuda, Hlorchein-
beke, (Hovehembici.) Ueiliugspring; Ludwinestcin,
(Zinduinsteen) und Wisbircon. Ich fange von der Mitte .
des Limes an, weil hier der helleſte Lichtpunkt sich findet.
Wir suchen nämlich einen heiligen Spring, und siehe daz
eben in der Mitte des angegebenen Gränzſtriches unfern
Eichede unmittelbar an der Holſteiniſchen Gränze liegt
„Spreng“'; Eichede war aber quondam sacris gentilium
fFamoseus; (VW. I. praef. p. 50). Die heiligen Queilen bes
fanden sich nämlich in heiligen Eichenhainen 20). Innuit
id Eichenbrunn, quasi fons ad quercus, coenobium
Henediclinum in Svevia. (KeysI. Antiq. p. 68). Für
einen faſt wunderbaren Zufall ~ wenn's Zufall seyn soll, ~
_ mùste es doch wohl gelten, daß gerade da, wo wir einen
heiligen Spring suchen, sich nicht nur ein „Spreng ‘" findet,
ſondern daß dieſes „Spreng " auch an einem, notorisch vor-
mals heiligen, Orte vorkömmt 21). Uebrigens hat kein
Commentator des Limes den heiligen Spring anderswo auch
nur auf die entfernteſte Weise nachweisen können. –~ Vom .
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x9) In d. Pr. B. 1823 ſteht hierüber bereits ein Verſuch von mir;
der gegenwärtige iſt jedoch nach meinem Bedünken gründlicher.
so) Daß bei unsern Vorfahren auch Quelleu göttlich verehrt wurden,
lehren unter andern KeysI. Antiq. sept. p- 15, 17, 63, 70. etc.
ar) Quch im Kirchſpiel Flintbeck findet sich ein Dorf Namells Spreng, -
und es iſt bekannt, daß im Heidenthume auch hier ein heiliger
. Ort war. (Arnkiels Heiderel. I. p 176.) Bemerkenswerth iſt
es, daß, ſo wie zwei auf dem Sprenger Felde Kirchſp. Flintbeck-
belegene Stellen „„im Buſche'! ; so auch ein Kathen bei Spreng
Kirchſp. Eichede der Buſchkathen heißt. Die Büſche, von wel-
ehen jene Stellen ihre Namen erhalten haben, waren ohne Zwei-
fel die heiligen Haine, welche die heiligen Quellen vor den Au-
gen der Profanen verbargen, j
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D. G % .

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