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Zeitgenoß des Adelberts war, in seiner Geschichte bei diesem
Erzbischof lange verweilt, auch freimüthig über ihn urtheilt,
und die Abtretung eines Sächsiſchen Diſtricts und eines
Theils von dem unmittelbären erzbischöflichen Gebiete an ein
Slaviſches Bißthum zu den auffallendſten Handlungen des
Erzbiſchofs gehören würde, besonders da der Territorialum-
fang der Hamb. Parochie auf einer Kaiserlichen Urkunde, -
. deren Beſtimmungen ſelbſt Otto der Große respectirt hatte,
beruhete. Auch läßt sich wedex Nothwendigkeit noch Zweck
einer solchen Abtretung begreifenz denn damals (1051) blühete
das Chriſtenthum im Slayenlande bis an die Pene herrlich
auf; Godſchalk, der dieſes mit Kraft beherrschte, war dem
Chriſtenthume, der Geistlichkeit und insbesondere dem Erza
biſchof eifr1gſt ergeben, dahex keine Sorge wegen der erfor-
derlichen Subſsiſtenzmittel des Raßeburger Biſchofs vorhan-
: . den seyn konnte: 18).
Umſtände und Thatsachen widersprechen also der An-
nahme, daß 952- oder 1051 mit der öſtlichen Gränze der
Hamb. Parochie eine Veränderung vorgenommen worden
sey. Da nun aber die Bille, wie wir geſehen haben, 10514
. diese Gränze war, in dem Zeitraume von 9532 bis 1051 aber

keine Veränderung mit dieser vorgegangen iſt, und vor 952
‘eine Veränderung nicht Statt gefunden haben kann:; ſo muß
die Bille die ursprüngliche Gränze der Hamb. Parochie ge-
weſen seyn. Diese Gränze war aber (S. oben) zugleich die
urſprüngliche öſtliche Gränze von Saxonia Tränsalbina. ;
: B. . '
i Ey Schluſſe dieses Aufsatzes wil] h einen : Versuch
machen, die, in dem Limes Saxoniae ~ inſofern dieser
zwischen Elbe und Trave geht, ~ namentlich angegebenen,
Punkte in dem Striche der gegenwärtigen Gränzen Holſteins
F) §tatus: sci iqs et sacerdotii eultus in n Slavia decenter viguit. f
Us Im. c. 22.)
wm

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