Full text: (Sechster Band)

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Zwei der confirmirten Mädchen haben einen Dienst erhal- 
ten; eine ernährt sich und unterstützt ihre Eltern durch weihs. 
liche Handarbeiten, in welchen sie im Institut sich Fertigkeit 
erworben hatte. Diejenigen Zöglinge, welche im Jahre 1824 
bei ihrer Confirmation noch kein Unterkommen gefunden hat- 
ten, sind alle von Handwerkern als Lehrlinge angenommen, 
Ein Zögling ist am Knochenfraß gestorben. Die übri- 
gen freuten sich im verflossenen Jahr eines guten Gesund- 
heitszustandes. ] 
Weil die Anzahl der Zöglinge sich vermehrt hat, ist es 
nöthig gewesen, mehrere Stunden für den Unterricht anzufetzen, 
so daß jett am Vormittage von 8 Uhr bis 11:2, am Nach- 
mittage von 13 bis 43 und am Abend von s; bis 8 Uhr, 
außerdem am Mittewoch- und Sonnabend-Vormittag von 
11! bis 1223 Uhr im Rechnen Unterricht ertheilt wird.. [. 
Die intellectuelle Bildung, woran der 8Ojährige Pro- 
fessor Pfingsten, so fern sein kränklicher Zustand und seine 
Altersschwäche es erlaubten, noch immer Theil genommen 
hat, ist nach der erprobten späterhin eingeführten Methode 
fortgeseßt, und hat eine größere Vollkommenheit erreicht, 
theils durch Vermehrung. der! für den Unterricht angewandten 
Mittel, indem der Professor Pfingsten ein vergleichendes 
Wörterbuch auf eigne Kosten drucken ließ, und dem Instia 
tut schenkie, theils durch Erweiterung der früher angewand- 
ten Methode, die gebildeteren Zöglinge für die Ertheilung 
des Unterrichts mit zu benußen. Zur Zeit sind 8 Schüler 
zugleich als Lehrer beschäftigt. gewesen. 
Die Vorsteherschaft rühmt den Fleiß und den Eifer, 
welchen ihre Gehülfen, der. „Dannebrogsmann L. Pauly, 
der Seminarist Gö tt sch e, die taubstumme Lehrerinn Hütts- 
mann und der Zeichenlehrer Westphal bewiesen haben. 
Durch die Hülfe dieser Lehrer ist es der Vorsteherschaft ges 
lungen, nicht nur die confirmirten söglinge auf eine vor- 
zügliche Stufe der Bildung zu bringen, soudern auch den
	        
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