Full text: (Sechster Band)

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gefährlich würde. es seyn, eine völlig uneingeschränkte Theis 
lungsfreiheit zu erlauben, weil Mancher aus € Gewinnsucht 
dann. verleitet werden dürfte,. zum Nachtheil der Armencassen, 
bloße Bauplätze mit. Gärten zu verkaufen. .. 
: . Die Verordnung von 1784, setzt das Minimum für 
eine Kathe auf das erforderliche Land für 2 Kühe. Auf einen 
leichten mageren Boden, mögte diese Bestimmung passend 
seyn, für die bessern Bodenarten aber, ; und in der Nähe 
volkreicher Städte, dürfte es erlaubt werden können, Bau- 
plätze mit dem erforderlichen Lande zum Futterbau und zur Weis 
de für eine Kuh, verkaufen zu dürfen, etwa 3 bis. 4 Tonnen. 
Ist der Besitzer einer solchen Kathe ein thätiger Mann, der 
Futtergewächse bauet. und sstallfüttert, so hält er auf diesem 
Landbesitz 2 Kühez treibt er dabei ein Handwerk, so ist ihm 
ein größerer Landbesitz zur Last, ist er ein Tagelöhner so 
stört ihn ein. so kleiner Landbetrieb, dem er Abends und 
Morgens vorstehen kann, . auch nicht in seinem Verdienste, 
Haben solche Leute zu viel Land, so versäumen sie ents 
weder ihren Landbetrieb, oder ihr sonstiges Gewerbe, und 
legen'es darauf an, ein Pferd halten zu wollen, dem sie dann 
folgen müssen, und oft mehr versäumen, als sie mit ihrem 
Pferde an Pfluglohn sparen. 
Hat das Gesetz sich darüber ausgesprochen, für wie viele 
Kühe Land einem zu einem Bauplatze zu veräußernden 
Landstücke zugelegt werden muß, ehe es bebauet werden 
darf, so dürfte es das. richtigste seyn, die Bestimmung der 
Größe des Areals, das dazu nach der verschiedenen Güte des 
Bodens erforderlich seyn wird, von dem Gutachten der 
Armen-Vorsteher des Disiricts. abhängig zu machen. Diese 
werden dann s;hon darüber wachen, daß keine eigenthümliche 
Hütten erbauet werden, worauf sich eine Familie nicht er- 
nâhren kann. 
So lange indessen die Parcelisten auf den adelichen 
Gütern, und die. adelichen Untergehörigen in den gemischten 
Districten befugt sind, ihre Besitzungen ins. Unendliche. zu
	        
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