Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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tungen eher gleichen. Wenn wir uns nun hiebei nach den 
Ursachen von diesen Eigenschaften näher umsehen, so werden 
wir solche bald in den zuerst zu Neutnünster, nachher zu 
Bordesholm, so wie den in der Stadt Kiel gewesenen Klô- 
stern leicht entdecken, als zu welchen diese Stellen gehört 
haben, und theils an dieselben durch Schenkungen von from- 
men Seelen, theils durch Tausch gegen andere, in andern 
Gegenden geschenkte, gebracht worden sind. Solche Stellen 
an andere eigenthümlich, oder nur in Erbpacht zu überlassen, 
war mit der Einrichtung und Verfassung der geistlichen 
Stiftungen nicht vereinbarlich, da diese von ihnen Dienste 
und Naturalprästationen verlangen, und wobei sie freie Hände 
zu behalten suchen müssen, also diese Landstellen nicht für 
immer vergeben durften. Auf der andern Seite mußte es 
ihnen aber auch darum eben so sehr zu thun seyn, gute 
Wirthe auf diesen Stellen beizubehalten, welche auch in un- 
glücklichen Jahren das Benöthigte den Stiftern leisten konn- 
ten, woher diese solche nicht bloß ihnen von Jahren zu Jah- 
ren ließen, sondern auch einem und zwar dem Erstgebox- 
nen des abgehenden Wirths wieder überließen, auch die 
Dienste besonders so ermäßigten und auf bestimmte Tage 
herabsetzten, daß die Wirthe Zeit übrig behielten, ihr Hufen- 
land gehörig anbauen zu können, wodurch sie eben .das noch 
bekannte Sprichwort veranlaßten, daß sich unter dem Krum- 
menstabe gut wohnen lasse. Unter solchen Umständen konn- 
ten, wie leicht zu ersehen, diese Hufenstellen leicht die jetzige 
Eigenschaft der Erblichkeit annehmen, worüber aber in der 
Geschichte so wenig etwas, so wie über die Zeit, wann die 
Ertheilung der Festebriefe ihren Anfang genommen hat, als 
n den Gesetzen des Landes, so viel mir bekannt ist, vor- 
kommt. Nur damit möchte man es noch wohl näher erweis
	        
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