Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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gefordert werden, die freilich eine gewisse persönliche Freiheit 
genossen, allein doch nicht eigentliche Staatsbürger waren, 
sondern von den Stiftern vertreten wurden. Ferner mansi 
vestiti, beseßzte Güter, Kathen, mit welchen zur Benutzung 
der Bewohner gewisse Landstücke verbunden waren, welche 
aber, so wie sie selbst als Knechte, einem Andern gehörten, 
und wofür sie bloß Dienste leisten mußten. Diese Besitzer 
kommen im Lovubuche unter der Benennung Bryden vor, 
und ich muß es dahin gestellt seyn lassen, ob die Benennung 
Bryden. sich nicht nachher in Brinken, oder Brinkbesitzer ver- 
ändert hat, unter welcher Benennung noch jetzt Landstellen 
vorkommen, welche mit jenen gleiche Eigenschaften an sich 
haben. Endlich gab es Katen ohne. Land auf dem freien 
Grunde, deren Bewohner non casali gasindi genannt, 
dienstbar und leibeigen waren. So war der Grund und 
Boden zuerst vertheilt, und es find die Umstände und Ur- 
sachen leicht aufzufinden, woher er so vertheilt wurde, oder 
sich solche Besitzungen bildeten. 
Im Anfange des zwölften Jahrhunderts trat aber da- 
mit durch politische und kirchliche Ereignisse im nördlichen 
Deutschland eine Veränderung ein, die sich auch auf Holstein 
erstrecte. Zu dieser Zeit war es, als man die hier woh- 
nenden Slaven zu überwinden und auszurotten gesucht hatte, 
und da hierdurch große. Strecken wüste geworden, in Holland 
und den Niederlanden die Bewohner zugleich durch einge- 
tretene Ueberschwemmungen von ihren Wohnsitlzen vertrieben 
wurden, so suchten diese in diesem Theile. Deutschlands eine 
Niederlassung , so wie ihnen diese von den Fürsten und der 
hohen Geistlichkeit bereitwillig verstattet und ihnen dazu das 
von den Slaven verlassene Land eingeräumt wurde. Diese 
Holländer und Flamländer waren freie Leute, und so wie
	        

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