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so wie die Einfachheit. des Verfahrens, welche es in der,
im täglichen Verkehr gerade am meisten vorkommenden Fäl-
len, auch dem, der Rechte nicht kundigen möglich macht, mit
demselben umzugehen, ist ein nicht unwichtiger Vorzug
desselben.
Die Briefung als selbstständiges Verfahren äusssert sich
öfterer oder seltener in ihrer Nützlichkeit, jenachdem es mehr
oder weniger Schuldner giebt, die es so gut mit ihrem Gläusz
biger meinen, ihm bei der Unmöglichkeit demselben augen-
blicklich gerecht zu werden, dennoch Sicherung geben zu wol-
len, auf dem Wege Rechtens nöthigenfalls ohne Aufhalt und
Chikane zu seinem Gelde zu kommen, und Gläubiger, denett
es weniger darum zu thun ist, den Schuldner unter einer
Last von Proceßkosten erliegen zu lassen, als vielmehr darutnt,
auf einem mindest kostspiellgen Wege sich seine Forderun-
gen zu sichern; beide müssen es also wohl mit einander mei-
nen. Würde es sich nun finden, daß diese Bedingung selt-
ner und seltener, zumal auf Schuldners Seiten, eintreffe,
wie dies im Allgemeinen doch vielleicht nicht ist, (denn die
Fälle der Anwendung sind in der That doch nicht selten), fo
würde dies vielleicht nur eine schlimmere Zeit beurkunden,
den Werth der Briefungen aber im mindesten nicht vermin«
dern. Daß es von Nutzen sey, wenn vor der förmlichen
rechtlichen Verhandlung bürgerlicher Rechtsstreitigkeiten, ein
einleitendes Verfahren und ein Vergleichsversuch voran-
gehe, darüber ist man jetzt wohl ziemlich allgemein einver-
standen. Der Werth der Briefung als eines solchen ist da-
her anerkannt, wie er denn klar zu Tage liegt, wäre es auch
blos mit Rücksicht darauf, daß den Partheien Zeit zur Bes
sinnung gelassen wird.
' Möglichst große Einfachheit und möglichst geringe Kost-
spieligkeit sind. dabei die ersten Erfordernisse. Daß beide bei
den Briefungen zusammen treffen, ergiebt hoffentlich die vors«
stehende Abhandlung-
e

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