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Die Badeanstalt zu Oldesloe hat sich in vielfacher Hin-
sicht erweitert. Sie hatte nemlich ein neues Logierhaus mit
32 möblirten Zimmern erhalten, welches, der reizenden Lage und
der Bequemlichkeit und Annehmlichkeiten wegen, die es den
Badegästen bot, im Laufe der diesjährigen Badezeit dergestalt
benugt wurde, daß häufig der Fall eintrat, daß der Platz
für die Gäste nicht ausreichte. Hiernächst war in einem sehr
geräumigen in der Nähe belegenen T-iche eine Anstakt zu kal-
ken Salzbädern getroffen. Auf diesen Teich, der sich aus seinen
Quellen seinen fortwährenden Abfluß ergänzt, war ein kleines
schwimmendes Badehaus gebracht, welches inwendig eine ge-
räumige Wanne hat, nach außen aber mit einem Fallschirm ver-
sehen ist, um nach Belieben dem Badenden die eine oder die
andere Art des Badens zu gewähren. Dieses am Salzge-
halt der Ostsee gleichkommende Bad ist bereits häufig und
mit Erfolg benutzt worden. Das Versammlungshaus ist fer-
ner wesentlich erweitert und verschönert worden und die Ba-
dekamwmern sind größtentheils neu verziert und mit marmornen
und kupfernen verzinnten Badewannen versehen worden. Au-
ßerdem war auf mannigfaltige Weise, insbesondere durch neue
Gartenanlagen, für die Verschönerungen der nächsten Umge-
bungen und für das Vergnügen der Badegäste gesorgt worden,
Zum zweitenmal genoß die Badeanstalt das Glück des Be-
suchs Sr. Majestät des Königs der mit Ihro Majestät die
Königin und den Prinzessinen Karoline und Wilhelmine
Königl. Hoheiten am 14. Juli d. J. bei dem thätigen Grün-
der und Beförderer dieser Anstalt, dem Doctor Lorentzen im
Saal des Restaurationshauses das Mittagsmahl einzunehmen
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Anstalt auszubringen geruhte. Ol® eich, durch die zu Ende
August's eingetretene üble Witterung die diesjährige Badezeit
sehr abgekürzt und früher als sonst beendigt war, so war doch
die Zahl der Bäder auf 4205 gestiegen und überstieg also die
vorjährige um £.3.
! yes den inländischen Spar- und Leihcassen ist üns bloß
der Preetzer Bericht vom 20sten October b. Z. zugekommen,
Wir heben daraus nur folgende hauptsächliche Momente aus.
Auch hier fand wiederum eine Vermehrung des Capitalfonds
durch Zinsenüberschuß statrt. Am meisten wurde die Anstalt
von Kindern benutzt, nächst ihnen von weiblichen Dienstboten,
männliche Dienstbothen und Tagelöhner machten am wenigsten
Gebrauch von dieser Anstalt. Die Leihcasse hat sich gezwun-
gen gesehen, das ihr Anvertrauete, in größern Pösten, in Häu-

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