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dern Zwecke, begünstigt worden. Das Hornvieh der Colonie
ist um einen Stier und ein Kalb vermehrt worden, wie auch
um 2 Ziegen. Die Pferde aber sind von 10 auf 7 vermin-
dert worden. Dagegen hat sich die Schaafheerde von 226 auf
231 vermehrt die seit dem leßten Bericht 330 & Wolle #)
gegeben Hat. Mit der Bienenzucht ist der Anfang gemacht,
von 42 Stöcke sind 6 zur Zucht stehen geblieben die übrigen
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seit dem letzten Bericht geboren, eine Frau ist gestorben und
eine Familie entlassen worden. Für die Colonisten , welche bis-
her als Tagelöhner der Colonie arbeiteten und bezahlt wur-
den, ist, seit der diesjährigen Erndte, das im Pflichtenbuch an-
gegebene Verhältniß eingetreten, worhach sie 2 Tage wöchent-
lich für die Colonie, die übrigen 4 Werktage aber in ihrer
Privatwirthschaft arbeiten.
Von den Badeanstalten des Landes sind uns nur nach-
folgende beide Berichte aus Föhr und Oldesloe zugekommen:
Im verflossenen Sommer 1823 hat die Seebadeanstalt
auf F. zr einen sehr zahlreichen Besuch gehabt, da das in va-
terländischen Zeitschriften abgedruckte Schreiben des Herrn Etats-
raths Suadicani der Anstalt die allgemeine Aufmerksamkeit zu-
gewandt hatte. Die Badeliste, in welcher die Namen ver-
schiedener angekommener Fremden noch fehlen, enthält 138
Nummern, von denen 75 eigentliche Badegäste, wobei diejeni-
gen, welche vom Orte eine Bade Cur gebraucht haben, nicht
mitgerechnet sind. Die Zahl der genommenen Bäder ist zwi-
schen 1900 und 2000, das Dreifache des Bisherigen. Man
war besorgt, daß nicht alle Badegäste im Flecken Wyck ein Un-
terkommen finden möchten, daß man daher die benachbarten
Dörfer zu Hülfe nehmen müsse. Gegründeter aber, als diese
Besorgniß, war die der Unzulänglichkeit der Anstalten zum war-
men, wie zum kalten Bade, so wie des in diesem Jahre zur
Versammlung der Fremden und zum gemeinschafclichen Mit-
tagstisch eingerichteten Locals, insofern man wünschte, daß die
Bäder mit einiger Bequemlichkeit Vormittags genommen wer-
den können und daß Mittagstisch und Unterhaltung in dem-
selben Local gemeinschafclich sey.
Es war in der diesjährigen Badezeit auf Föhr ein Ver-
ein vieler durch Geist und Talent ausgezeichneter Menschen,
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***) Woher der auffallende Unterschied des vorjährigen und diesjäh-
rigen Wollertrags? der vorjährige betrug nemlich 300 it.

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