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fluthen der Ueberschwemmung ausgesetzt. In dieser Gegend,
wo das Land nicht blds mit Seewasser, sondern auch mit dem
hineingespülten Sand bedeckt ist, ist. sehr bedeutender Schaden
geschehen und mehr, wie je zuvor,
Auf den Halligen sind mehrere Wasserbehälter durch Ein-
dringen des Seewassers verdorben, sonst aber ist, wie man
vernimmt, der Schaden nicht so groß gewesen, wie vor 2 Jahren.
Bei Amrum sind wahrscheinlich mehrere Schiffe verun-
glückk, da man fortwährend Schiffstrümmer aus der See
auffischt. Genauere Auskunft hat man darüber noch nicht;
einige amerikanische Tobacksblätter sind dort aufgefischt, und
man vermuthet, daß in einiger Entfernung von Amrum ein
mit Eisen beladenes Schiff gesunken seyn soll. [Das Hu-
sumer Wochenblatt vom 44ten Decbr. hat mehrere Nach-
richten von den Beschädigungen und verunglückten Schiffen
an der Westküste.]
Am 12. Decbr. haben S. K. Majestät eine Commission
ernannt, welche nächstens in Copenhagen zusammentreten
wird, um die. Vorbereitungen in Erwägung zu ziehen, welche
vt Lgsihums einer ständischen Verfassung vorangehen
müssen.
Nach dem diesjährigen Berichte**) der Armencolonie Direcs
tion vom October d. I. ist daselbst ein neues Schulhaus er-
baut, wozu Sr. Majestät der König 740 Rbthl. geschenkt,
und bei allerhöchst dessen Besuch dieser Colonie, am 7. Juli
d. I. eigenhänt'g den Grundstein gelegt haben. Es sind im
Laufe dieses Jahres wiederum 50 Tonnen Land aufgebrochen
worden, Der Kornertrag ist nicht sehr bedeutend gewesen,
besser der der Kartoffeln und der Gartengewächse, auch hat
man mit dem Flachsbau den Anfang gemacht, An Wiesen-
grunde sind 12 Tonnen durch Abzugsgräben trocken gelegt.
Einige hundert Bäume sind schon im Wachsthum begriffen,
und größere Anpflanzungen, wozu die Herren Gebrüder
Booth und die Forstbaumschule bei Kiel bedeutende Quanti-
täten junger Bäume geschenkt haben, sind, theils hiedurch,
theils durch ein Geldgeschenk von 200 mL zu diesem beson-
*) Ueber die früheren Verhandlungen vergl. St. M. I. Bd. S. 427.
**) Der vorjährige Bericht findet sich auszugsweise im Staatsb.
Magazin Band II. pag. 484.

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