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Am 418. Novhr. verstarb zu Ulderup der dortige Haupt-
pastor Matthäus Gottlieb Chemnitz. ]
Am 48. Novbr. Patent, betreffend eine nähere Bestim-
mung über die Bestrafung des dritten Diebstahls. Die Bestim-
mung ist in der Hauptsache gleichförmig mit der im Patent
vom 15, Oct. 1822 enthaltenen. Wir glauben übrigens den
im St. M. I11. Bd. S. 846. ausgesprochenen Wunsch auch
hier wiederholen zu dürfen, daß über die Bestrafung des Dieb-
stahls allgemeine und umfassende Vorschriften ergehen möchten,
deren Bedürfniß insonderheit von allen Untergerichten dringend
gefühlt wird,
Am 27. Nov. erfolgte eine Erklärung der deutschen Bun-
desversammlung in Sachen der holsteinischen Praelaten und
Ritterschaft, worin Letztere angewiesen worden, der von Se,
Majst. dem Könige versprochenen ständischen Verfassung mit
Vertrauen entgegenzusehen. Eine fernere Eingabe der holst.
Ritterschaft ward vor dem Bundestage angenommen, und eine
Commission zum Berichte zugestellt.
. Am Zten Dechr. stieg bei sehr heftigem südlichem Winde
das Wasser sehr hoch, und die Deiche auf Föhr litten bedeu-
tend. Am Aten Dee, des Mittags erhob sich der am Mor-
gen etwas weniger heftige Sturm weit stärker, als er zuvor
gewesen war und des Nachmittags um 4 Uhr stieg das Was-
ser zu der furchtbaren Höhe von 9? Fuß hamb. Maaße über
ordinaire Fluchhöhe, also bis auf einen Fuß eben so hoch als
am 1sten Dec. 1821. Es stürmte gegen Abend noch immer
heftiger, doch stieg das Wasser zur Fluthzeit in. der Nacht
nicht so hoch, als es am Nachmittag vorher gestiegen war,
Im Ganzen ist der Schaden auf Föhr bedeutender gewesen,
als vor zwei Jahren. Der Osterlandföhrer Haffdeich ist, wie
der Westerlandföhrer Steindeich, an mehreren Stellen dem
Durchbruch sehr nahe gewesen, verschiedene Kammstürzungen
haben Statt gehabt und viel salzes Wasser ist übergelaufen.
An dem Vorufer des Fleckens Wyck und weiter nach Süden
ist weit mehr Schaden geschehen, als vor 2 Jahren, da der
Wind jetzt ganz südlich war und dieses Ufer besser fassen
konnte, Dieser Richtung des Windes ist es auch beizumessen,
daß das Glockenhaus in Wyck, welches sich immer gehalten
hat, umwehte. Die sogenannte Lütjemarsch ist wieder über-
schwemmt, und da das sie schützende hohe Sand- Vorufer fast
ganz weggerissen ist, künftig schon . bei minder hohen Sturm-

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