Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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ob und wie er dem Briefe geleben wolle oder nicht. Sie ist 
also keine Vorschützung von Einreden ~ diese kommen erst 
späterhin im eigentlichen. Processe vor, ~ sondern gleicht 
eher, wenn geich schwach, der litis contestatio. Die Vers 
antwortung ist nun entweder geständig oder nicht geständig, 
Erstere (dahin daß man der Briefung –~ ~ geleben wolle) 
kann unbedingt seyn, sie kömmt indéß öfter bedingt vor, be- 
sonders bei Schuldbriefen, und zwar meistens so, daß Jm- 
petrat sich anheischig macht die gebriefte Summe in einem 
oder mehreren gewissen Terminen zu bezahlen. Meistens 
wird alsdann. noch der Vorbehalt der Gerechtsame und Ein- 
reden hinzugefügt, für den Fall, daß Impetrant mit dem 
Anerbieten nicht zufrieden seyn sollte. Die nicht geständige 
Cnegative) Verantwortung wird dahin gegeben, daß Impes- 
trat sich nicht schuldig halte, der Briefung zu geleben. Das 
Angeben weiterer Gründe ist nicht nöthig, und hat auch 
äußerst  selten Statt; indeß nach dem ältern und neuern 
Landrecht (Thl. 111. Art. 2. s. 4.) sollen eigentlich Weige- 
rungsgründe angegeben werven; nur bei Verantwortungen 
wider eine Citation zum Vormunde oder Curator ist es noth- 
wendig, weil hier alles darauf ankömmt, ob die Excusatio 
latthaft ist, oder nicht. Regelmäßig verbindet man mit einer 
solch en verneinenden Verantwortung den Vorschlag eines odér 
mehrerer qualifieirter oder verpflichteter Subjecte. 
s. 16. 
2) Nothwendigkeit der Verantwortung ~~ Folgen 
der Unterlassung. 
Die Einbringung der Verantwortung ist durchaus noth- 
wendig, und deren Unterlassung hat nicht nur zur Folge, 
daß die angedrohte Strafe verwirkt wird, sondern auch, went 
der Gebriefte nachher eine Sache verliert die Verurtheilung
	        

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