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Herrschaft Pintieberg und der Grafschaft Ranzau, zeigten sich
zwar die Blattern, da aber die zur Verhütung ihrer weiteren
Verbreitung vorgeschriebenen Maaßregeln strenge in Anwen-
dung gebracht wurden, so ward dem Uebel Einhalt gethan,
ehe es Ueberhand nahm; doch starben einige Kinder daran,
An der ganzen Westküste des Herzogthums Schleswig
und in beiden Dithmarschen herrschten im Laufe des Jahres
bößartige Fieber, welche viele Menschen wegrafften und in den
Districten, wo sie grassirten eine bedeutende Sterblichkeit zur
Folge hatten.
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In der Gegend von Bramstedt, fast in der Mitte des
Herzogthums Holstein ,, befindet sich eine Mineralquelle,
welche schon in früherer Zeit als Heilmittel in verschiedenen
Krankheiten benutzt ward. Nach den vorhandenen Nahchrich-
ten, wurde sie schon gegen das Ende des 47ten Jahrhun-
derts häufig besucht. Nachdem sie wohl 70 Jahren vergessen
gewesen, erlebte sie in den sechsziger Jahren des achtzehnten
Säculums abermals eine glänzende, allein nur kurz dauernde
Periode. Die Nachrichten welche man damals über ihre
Heilkräfte gesammelt hatte, sind. in den Provinzialberichten
vom Jahre 4789 und in Unzers Wochenschrift der Arzt,
aufbewahrt.
In dem gegenwärtigen Jahre nun, ward die Aufmerk-
samkeit auf diese Quelle abermals rege und man entdeckte
in ihrer Nähe noch zwei andere, deren eine Stahl, die an-
dere Salz enthalten sollte. Schnell verbreitete sich die Nach-
richt von den Kräften des Bramstedter Mineralwassers, im
Lande und in der Nachbarschaft – und es strômte eine
Menge der verschiedenartigsten Kranken hin, um dort Hülfe

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