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rechtswidrigen Verfahren der Beklagten gegründeten, Eben
so und mehr noch beim Visitatorialgericht, dessen Sitzungen
zu den Seltenheiten gehören.
§. 43.
Nothwendigkeit des Vornehmens der Briefun-
mwsgen. – Folge der Unterlassung.
Wenn es sich über die (juristische) Nothwendigkeit der
Extrahirung der Briefe frägt, so ist dabei begreiflich nur
Vz
von selbiger als einleitendem Verfahren die Rede. Und in
der Hinsicht verfügen nicht nur ausdrückliche Gesetze, sondern
auch eine dauernde Praxis, daß kein Proceß zu dem Land-
gericht eingeleitet werden soll, ohne vorgängige Briefung.
. In dem Justizreglement v. J. 4696 ist sogar ausdrück-
lich verfügt, daß der Staller (und dies würde analog auch
vom Propsten gelten) keinen Schein zur Ladung abgeben soll,
wenn er sich nicht vorher von der gesschehenen Briefung über-
zeugt hat, eine Vorschrift, die allerdings auch jetzt no:h volle
Gesetzeskraft haben muß, wenn es im Ganzen gleich auch
Sache der Gegenparthei ist, Verstöße wider die Form des
Processes zu rügen. Oh überall auch das Gericht, die durch
die Unterlassung der Briefung begründete Einrede des nicht
richtigen processualischen Verfahrens ex ollicio suppliren
darf, weil das Reglement die Briefung suh vitio nullitatis
vorschreibt, könnte zweifelhaft scheinen; wenn die Briefung
aber auch deshalb noch vorgeschrieben ist, damit der Land-
fchreiberei die Gebühr nicht geschmälert werde, so, scheint die
Bejahung doch bedenklich,
~ [ Die gänzliche Unterlassung der Briefung also begründet
die exc. non rite kormati. processus, mit welcher auch
der heutige Gerichtsgebrauch den Beklagten jedesmal höret.
Eine: unrichtige Wahl des Briefes, das Uebergehen der ersten

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