Full text: (Dritter Band)

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sem Jahre keine wesentliche Veränderung; diese Macht bes 
drohte Seeland und die Herzogthümer mit feindlichem Ues 
herfale, dag gen suchten d'e tapfern dänischen Seeleute den 
Britten zu schaden, so viel sie vermo ten, und je öfterer es 
ihnen gelang, gegen diese die Oberhand zu behalten, je mehr 
hob sch ihr Muth und Selbsigcfuhl. An den holsteinischen 
Küsten fanden im Laufe dieses Jahres zwei Marinegefechte 
auf der Elbe statt, das eine am 7. Juli, wo vier Kanonen- 
bôre unter Lieutenant Klaumann, 3 englischen Briggs 
und 1 Kanonenboot so tapfer zusetzten, daß. sie nach zwei- 
stindigem Gefechte sich aus dcr Elbe zurück ziehen mußten 
und bis Freiburg verfolgt wurden. Bei dem zweiten Gefechte 
am 29. Auyust griff eine englische Fregatte, vier. Brigg's 
und ein Kanonenboot, die Flottile unter Lieutenant Hal- 
ling an, welche aus 8. Kanonenböten und 4 Geschützfahr- 
zeugen bestand; diese wehrte sich so brav , daß die größeren 
Rriegsschisfe sich im zerschossenen Zustande durch die Flucht 
retten uud die Brig. aufs Schlepptau nehmen. mußten; das 
Kanon-:nboot ward von den Dänen erobert. 
Die zahlreichen Kaper zeichneten sich ebenfalls durch 
kühnen Muth aus und fügten dem Feinde beträchtlichen 
Schaden zu, doch. hatten sie sich auch manchen Misbrauch 
und öftere Vexationen gegen neutrale Schiffe zn Schulden 
kommen lassen und dadurch verschiedentlich Anlaß zu gegrün- 
deten Beschwerden gegeben. So hatte ein Kaper zwei Nord- 
amerikanische Schiffe, welche auch nicht den geringsten Grund 
zum Verdacht gegeben, widerrechtlicher Weise nach Rönnin- 
gen aufgebrgcht ; das Prisengericht in Flensburg surach. nicht 
allein. beide Schiffe frei, sondern verurtheilte den Aufbringer 
in die Kosten und erklärte ihn seines. Kaperbriefes verlustig. 
v. 
Solche. Vorfälle mogten wohl die Veranlassung seyn,
	        
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