Full text: (Dritter Band)

E p J 
Mit diesen Worten sc<loß das politische Journal seine 
historisch - politische Uebersicht des Jahres 1808. Wohl hatte 
es Recht, wenn es die Friedenshoffnungen schwach, sehr 
schwach nannte, und das Jahr 1809 hat die Anweisung sei« 
nes Vorgängers keinesweges angenommen, denn. es ver- 
sschwanden nicht allein bald nach dem Eintritte desselben die 
geringen Hoffnungen zum Frieden, sondern es ward das blus- 
tigste und schrecklichste von allen, die das neunzehnte Jahr- 
hundert bisher gesehen hatte. Die Kriege, welche es erblich 
überkam, wurden mit Erbitterung fortgesetzt, ein neuer hef- 
tiger Kampf entzündete sich und verbreitete seine Verheerun- 
gen und Greuel über den größten Theil von Deutschland 
und mehrere Nachbarstaaten. Mit Ausnahme der beiden 
Reiche, aus deren Schoos die blutige Zwietracht ausgegan- 
gen war, seufzten fast alle Länder Europas, vom mittelländi- 
schen Meere bis zu Norwegens und Finnlands Eisgefilden, 
wie vom Tajo bis zum Ausflusse der Donau unter der Gei- 
ßel des Krieges. Ruhe im Innern genossen nur Frankreich 
und England während des großen Mordschauspiels, welches 
überall Blut und Thränen kostete, doch fühlten auch dort, 
wie allenthalben, die Einwohner, des Krieges harten Druck 
durch viefältige von ihnen geforderte Opfer und Entbeh- 
rungen. 
[ Als Frankreichs Bundsgenosse konnte Dännemark es 
nicht vermeiden, in vorkommenden Fällen zu dessen Zwecken 
mitzuwirken, und wie es dieses schon bei manchen Vorkeh- 
rungen im Innern gethan hatte, fand es in diesem Jahre 
äuch Gelégerheit, seinen Pflichten gegen seinen êthäbenen 
Alliirten, durch militairische Beihülfe, auch außer seinen 
Gränzen, Genüge zu leisten: 
Das feindliche Verhältniß gegen England erlitt iti die-
	        
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