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[Was Hobe im Reiderland sah und hörte.]
Anno 1628 bin ich in Reiderland (in Ostfriesland) in
einem Städtchen Jemgum genannt in der Kirchen gewesen.
Da war ein alter Pastor, mit Namen Wolterus von un-
fähr 80 Jahr, und war am Gesichte etwas schwach und sein
Sohn war Capellan, ein Mann ungefähr 40 Jahr. Also
begab es sich, daß eine. Braut unter der Predigt zur Kirchen
geführet wurde mit Spielwerck. Die Leute sahen umher.
Der Pastor sprach: es wird eine Braut zur Kirchen geführet
von dem Kriegsvolck. Es hat nichts auf sich. Sondern sehct
auf mich, und höret mich an, was ich Euch predige. Also
mogte es der Text mit sich bringen, daß die Catholischen
etwas angegriffen wurden, und dieweil dem Vater das Ges-
sicht etwas dunkel, gehet der Cappellan unter den Predigt-
stuhl, ziehet dem Pastoren bei dem Mantel. Der Alte höret
chorchet) was er will. Der Sohn warnet ihn insgeheim:
es sind von den Catholischen Offiziers in der Kirchen. Der
Vater richtet sich wieder auf und antwortet dem Sohn laut
Über der ganzen Kirchen: „Wat scheer ec my darum, wol
dar is: ick predige dat Wort Gottes, als edt my von Gott
in der helligen Schrift befahlen is. De dat nicht gelövet
und nicht hören mag, de gah tho de Kerken wedder uth,
dar he in kamen is; de Döre ssteit noch apen.!’ Dieses habe
ich mit meinen Augen und mit meinen Ohren gehöret, und
idt was dem Capellan en Schimp, he wolde vellicht den Ca-
tholisschen de Ohren kleyen (sich ihnen gefällig erzeigen).
4 2,
[Confirmatio nder Previlegienund neuenAbgaben.]
Anno 41671 ist publiziret von allen Kanzeln, daß ein

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