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sich Habenden, wir waren in der kleinen Stube. Da .stun-
de der Tisch voll Essen, wol drei Schüsseln hoch. Der Eine
hatte Belieben an dem, was in. der untersten, der Andere,
was in der obersten Schüssel ware, und setzte es herum, das
unterste oben, und das Oberste unten, jedoch daß es Alles
ordentlich und reputirlich zuginge. Nach gehaltener Mahl-
zeit verlangte die Königinn unsre Kirche zu besehen. Also
gingen der König .und die Königinn mit den. drei Jungfern,
der Marschall und. ein Trompeter in die Kirche. Ich und
Peter Schmidt, wir gingen nach. Also stunden beide,
der König und die Königinn in meiner Bank, und lasen
das, was auf Friedrich Sch eid emanns seinem Epitaphium
geschrieben (steht). Also sprach der König: „„Was ist das
vor Einer gewesen- der das hat machen lassen?/! Ich ant-
wortete: „Es ist Ihro Königl. Maj. Hofmaler gewesen.‘
Er sprach: „„Ich habe ihn wol gekannt, Wie kömmt er
hieher zu Wevelsfleth?“ Ich sagtes „Er hat unsers Pasto«
ren Tochter geheirathet, und ist hier in der Kirche bei dem
Pastoren begraben.‘ Er sprach; „>Das mag sein] Ich
konnte nicht gedenken, wie er hieher gekommen wäre,“ Haie-
von ginge er weiter und besahe Nicolai La > manns sein
Epitaphium, und fragte, was das vor Einer gewesen wäre,
der das hätte machen lassen. Ich antwortete, es wäre allhier
ein Diaconus gewesen. Hierauf stunde eine schöne Erinne-
rung und Abbildung der menschlichen Sterblichkeit, nämlich
ein Stundenglas ist ausgelaufen, eine brennende Fackel ist
ausgelöscht, der Mensch legt sich nieder und stirbt, und leget
sein Haupt auf einen Todtenkopf. Welches ihm denn sehr
wohl gefiel, und er sagte, ob hier auch Papier zu bekommen
wäre. Peter Schmidt lief geschwinde nach seinem Hause,
und holte Papier. Der König hatte eine schöne Feder mit

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