Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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Maj. wohl bewußt ist. Solches hätten wit dann Alles für 
andere Leute gethan. „„Wir bitten, Ihro Königl. Maj. neh- 
men den Lohn von Gott, und lassen uns auf Ihro Königl. 
Maj. Land, da wir unsre Häuser, und (unser) Gut in dem 
betrübten Kriegswesen verloren haben, (und) wiederum ein 
Jeder nach Vermögen Häuser bauen (wollen), auf daß wir 
nicht mit Frau und Kindern an den Bettelstab gerissen wer- 
den.“ Er antwortete: „„Ich will der Hauer versichert sein, 
und will haben, was mir von den andern geboten ist." Al- 
s0 hatten wir unsern Bescheid, und wurden abgewiesen, und 
(es) ist noch bis hieher (1677) bei den 12 4ÿ geblieben. 
Was die Versicherung anlanget, wurden wir zum Landschreiber 
gewiesen. Da mußte ein Jeder von uns Bürgen stellen, 
G 
[Zur Geschichte Glück stadt.] 
Anno 1630 im Juny kaufte ich Peter Hobe ein Haus 
von 6 Fach wieder in Glückstadt von dem Münzmeister 
Albertus Annis, worin das Geld gemünzet wurde, wel- 
che Münzetei aber zu der Zeit still stunde. Der König aber 
ließ eine Sommerküche in seinem Hofe bauen, und von dem 
Hause die Pfannen (Ziegeln) und Latten abnehrnen, die weil 
er sobald nichts anders hâtte. Eine Zeitlang hernach, als 
ich das Haus gekauft hatte, und Zimmerleute daran arbet- 
teten, um es abzubrechen, spazirt der König in der Stadt 
herum, und fragt, wer das Haus abbrechen ließe. Ich sprach: 
„„Gnädigster König, ich läß es abbrechen, denn Ihro Königl. 
Maj. haben die Pfännen und Latten schon davon abnehmen 
lassen.'“ Er antwortete: „„Das weiß ich wohl! Ich habe 
es aber nicht gethan, daß du es follt ganz herunterbrechen. 
Du ssokt es stehen lassen!’ Hiemit wendete er sich um, und
	        

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