Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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gebrauchen, so sollten wir es in den nächsten Hauerjahren 
zu genießen haben. Also begab es sich, als unsere Häuser 
in dem Kaiserl. Kriege wurden abgebrannt und in die Asche 
geleget, daß sich 4630 eine fremde Secte, als cnämlich) Ar- 
minianer, bei dem König angaben, sie wollten gute Häuser 
wieder dahin bauen, und wollten dann Ihro Königl. Maj: 
12 af Hauer für den Morgen geben. Wir brachten Sol- 
ches in Erfahrung bei dem Herrn Amtmann Detlev Ran- 
au. Also thaten wir uns zusammen und supplicirten an 
Ihro Königl. Maj. und hielten ihm den Hauercontract bitt 
lich vor, worin zu sehen war, daß wir noch 8 Jahr bestän- 
dige Hayer hätten, und begehrten, daß uns die Hauer möchte 
nach ‘dem Hauercontract gehalten werden. Fürs andere be- 
riefen wir Uns auf den Hauercontract, daß darin enthalten 
wäre, daß wenn wir sollten durch Krieg oder Wassernoth 
verhindert werden, daß wir unser Land nicht vollenkemmen 
gebranchen könnten, das sollten wir in denen nächsten Hau- 
erjahren zu genießen haben. Da wurde er ganz zornig und 
sprach: „„Mir sind 412 2# geboten vor den Morgen und ich 
will auch versichert sein vor die Hauer." Hierauf antwor- 
tete Claus Dohrn und ich, denn wir beide übergaben die 
Supplic an dem Cammersecretair. Der ginge bei ihm und 
lase ihm es vor. Die andern Mildnißleute alle mit einan- 
der folgten uns nach. Denn dor König ginge bei dem Ha- 
fen in Glückstadt fort, als wir die Supplic übergaben. Also 
sprachen wir: daß die Leute 2 358 mehr geboten hätten als 
wir gäben, solches hätten sie gut bieten, die Ursache: . wir 
hätten. die. Wuhrtstätten gemacht, und hätten unser Land al- 
lenthalben befriediget, solches hätte uns schon viel Geld. ge- 
kFostet, und außerdem. hätten wir vor etlichen Jahren an den 
Elbeteich etliche tausend Thaler angewendet, als Ihro Königl.
	        

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