Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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ein 1ätägiger Termin, wenn der Impetrat ein Einheimischer 
istz wider Fremde ist nur der Termin von 3 Fluthzeiten 
nothwendig (Anal. Eiderst Landrecht Thl. II. Art. 2. 1.11) 
d. h. nach. einer Bemerkung des ehem. Stallers Momme 
au diesem Art., eine Zeit von drei ordentlichen Tageri (vergl. 
Öeimreichs Anm. zum Nordstrander Landrecht Thl.2, Art.73 
im C. 8t. Slesv. Bd. 1. S. 498, welche hier nach der Be- 
merkung des eben genannten Stallers Momme in Observanz 
gekommen zu seyn scheint). Uebrigens spricht nur die Ana- 
logie dafür; denn das Landrecht I. c. giebt diese Vergünsti= 
Bung allein den Rendsburgern wegen der Reciprocität, Ob 
diese Verfügung noch jetzt Nachlebung findet, muß ich uns 
entschieden lassen, da mir keine Fälle der Art bekannt sind, 
wohl aber von einer Nichtbefolgung derselben. Bei. den 
Gebotsbriefen im engern Sinn varürt der Termin nach 
vem Objecte derselben. Die Regel dürfte indeß auch ein 
14tägiger Termin seyn; man sett aber auch, jenachdem der 
Fall füx dringend, ober die Leistung für eher, öder später 
möglich gehalten wird, einen drei- , acht- zehntägigen oder 
einen vier- his sechswöchigen Termin. Bei einer Auffordea 
rung zur Liquidation ist ‘er ein terminus in quo. itt 
Namhaftmachung des Orts, in welchen Impetrat zur Liquts 
dation gemahnt wird. Daß hier im Allgemeinen, rvegett 
Mangel gesetlicher Verfügungen und einer festen Praxis, 
alles von der, freilich burch eigene Verantwortlichkeit beding- 
ten, Willkühr des Impetranten abhängt, ist aus dem, dem 
Impetraten zustehenden, Rechte der Verantwortung an sich 
klar. ~ Bei den gerichtlichen Ernennungen zu Vormund- 
schaften oder Curatelen pflegt sofortige Uebernahme derselbén 
anbefohlen zu werden.
	        

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