Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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sici. So ist es wenigstens seit dem Eiderst. Landrecht v, I. 
1691 (Thl. III. Art. 2. 5. 4). Nach dem ältern v. I. 1572 
scheint es, als seyen die Briefe in der Stallerschaft ausgegeben 
(Art. 40). Allein der Eid des Landschreibers (Art. 4) erwähnt 
auch der von demselben auszugebenden Gebotsbriefe. Die 
widersprechend scheinenden Stellen lassen sich nicht wohl. dahin 
vereinigen, daß beide, Stalker und Landschreiber, Briefe aus- 
gaben, sondern füglicher wohl so, daß der Staller einen Schein 
zur Ausfertigung ertheilte, diese selbst aber in der Landschreis 
berei Statt fand, wie es jetzt z. B. mit den Citationen vor 
den Staller nach geschehener Briefung geschieht. 
Es geschehen übrigens die Briefungen in .der Land- 
schreiberei Namens des Oberstallers und Stallers, in der 
Kirchenprobstei Namens des Visitatorialgerichts, nach der 
weiter unten anzugebenden Form. 
C. B. 
Verfahren bei Ausbringung der Briefe. 
Das Verfahren bei Ausbringung der Briefe ist höchst 
einfach, indem dieselben, ohne schriftliches Gesuch, auf. bloß 
mündliches Anhalten ausgegeben werden. Wollte man indeß 
auch z. B. die förmlichen Arreste zu den Briefungen rechnen, 
so würde freilich die Eingabe eines Gesuchs an die Staller- 
schaft nothwendig seyn. Sie gehören aber nicht dahin, und 
es leidet demnach obige Regel keine Ausnahme. 
Nach dem Eiderst. Landrecht I. c. soll der Landschreiber 
jedem, der einen Brief verlangt, einen 18 ß. Brief u. s. w. 
geben. Voß 1. c. zieht daraus die Folge, daß keine 3. Mk., 
30 NX. Briefe y. s. w. ohne vorgängigen 48 ß., 3 Mk. 
Brief u. s. w. ausgegeben werden soll. Da der Impvetrant 
allein Form und Inhalt des Briefes zu verantworten hat, 
and dem Impetraten auch wider ein unrichtiges proceders
	        

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