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Gegenstand könnennoch verglichenwerdenMit terma ier s Aufsatz
im neuen Archiv des: Criminalrechrs Il. Bd. S. 85 und Oer-
a: Ynertanzen dagegen in seinem neuen Archiv 22. Heft
S. 96,
î Ohne mich. in eine ausführliche Erörterung einzulassen,
glaube ich doch bemerken zu durfen, daß nicht blos die Verord-
nung vor 14. Decbr. 1758 in dem von Oersted bermerkten
Paragraphen sondern selbst die Caroline. gegen die Unterschei-
bung eines gerichtlichen und außergerichtlichen Eides spreche.
Denn es ist wohl zu. merken, daß die Caroline alternative von
Richter o d er Gericht *) redet, und daß unter der Be-
nennung Richter die obrigkeitlichen Personen. verstanden wer-
den,. insofern sie Jurisdietion haben.
Auf der andern Seite ist aber gewiß, daß der 107. Artk.
(vielleicht weil man das achte Gebot, welches bekanntlich nur
vom falschen Zeug niß wider den Nächsten handelt, vor Au-
gen hatte) für die Verletzung des promissorischen Eides keine
Strafe bestimmt. Ob aber nicht im Sinne der Caroline den
Eidbrüchigen dieselbe Strafe tresfen solle als den Meineidigen,
ist eine ander.. Frage, die mir auch durch Mittermgiers Er:
örterungen nicht ins Reine gebracht zu seyn scheint. Die Bes-
UZ zt oa Ut mr [!. uhr ent
bar halten, weil die Strafe in demselben nicht mit Rücksicht
auf den Eid allein, sondern auch wegen der concurrirenden Ver-
brechen so schwer bestimmt sey. Gegen diese Ansicht streitet
aber daß nach dem 2. Theile des Artk. bei einer ideellen Con-
currenz von Verbrechen die schwerere Strafe die geringere (we-
nigstens in diesem Falle) absorbirt. Daraus folgt denn, daß
in dem ersten membrum des Artk. die mit dem Eidesbruch
concurrirenden Verbrechen keinen Einfluß auf die Strafe haben,
sondern der Eidesbruch allein bestraft werde. Diese Bestim-
mung im 108. Artk, erscheint mithin blos als eine Anwendung
des vorhergehenden. ~
Will man aber auch der innern Verschiedenheit in den
Graden der sittlichen Verschuldung, welche zwischen dem eigent-
lichen Meineide und dem Eidesbruche Statt findet, R s
fluß auf die Strafbestimmung einräumen, so scheint doch 2jäh-
rige Zuchthausarbeit eine zu geringe Strafe für den Eides-
bruch zu seyn, zumal nach unsern Landesgeseten, welche den-
.) Iten. pelter §hr Richter od er gericht eyn gelerten Meyn-

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