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Tol. H
sters für die jährliche Reparatur der Graupengänge stehen und
Alles nach Endigung der Pachtzeit in gutem Zustande abtlie:
fern. Krumholz, Reife und Tauwerk, so weit es nichr zu
Bauwerk erforderlich, so wie auch Seegel, Lichtfett und Blech,
muß er aus eigenen Mitteln anschaffen, und darf während der
Pachtzeit weder sine andere Mühle pachten, noch einenthüm-
lich bestzen. Auch die Steine muß er, wie er sie secundum
inventarium empfangen, wieder abliefern. Leidet die Mühle
durch Versäumniß Feuerschaden, oder wird im Sturme ver-
wahrloßt; so muß Pächter sie auf eigéne Kosten wieder auf-
bauen ;, sonst aber hat er die Gildegelder zu genießen, welche,
wenn durch andere Unfälle Brand entsteht, das Kloster selbst
erhebt. Brandge!d bezahlen das Kloster und der Pächter zur
Hälfte. Des P ächters Matte beträgt z von jedem Himten;
vom Schroot aber den zwanzigsten Theil. Bei Baureparatu-
ren verschafft das Kloster das nöthige Holz, bezahlt die Zitn-
merleute und Säger und schreibt Wagenführen und'Handdienste
aus. Steht die Mühle bei dieser Gelegenheit länger, als 8
Tage still, > kann Pächter so viel uach Wochen und Tagen
an der Häuer kürzen. ~ Contravenienten gegen diesen Mühe
lenzwang werden (außer wenn sie englisches Waizenmehl ane
derswoher nehmen) gefetzmäßig bestraft und müssen dem Päche-
ter die Matten nachbezahlen. –~ Pächter muß aber bei 24H
Brüche den Gästen gleich ihr Mehl mahlen und sie der Reihe
nach, wie sie kommen, befördern, sein eigenes Mehl liegen
lassen und mir Graupenmachen einhalten, auch Achtung geben,
daß kein Korn von da abhanden komme. – Tritt Windstille
und Wassermangel ein, so sind die Gäste schuldig,, ihr. Korn
drei Tage guf der Mühle liegen zu lassen. Kann er dann
noch nicht mahlen, so erhalten sie, wenn sie es bescheinigt, Er-
laubniß, es diesmal anderswo mahlen zu lassen. – In Hin-
sscht der Wassermühle muß er. vom 4. Mai an das Wasser in-
nerhalb der Ufer halten, auch im Sommer nicht so stauen,
daß die Wiesen beschwert werden. Soll im Mühlenteiche ge-
fischt werden, so muß er so viel Wasser ablassen, als nöthig
ist, das Netz durchzuziehen, welches ihm jedoch nicht zur Un-
zeit zugemuthet werden soll. – Pächter hat zwei Kühe frei
in der Kloster-Koppel. – Er muß auch richtige Wagschaale
nnd Gewichte halten. Mehlhandel. ist ihm erlaubtz doch darf
kr nicht unter 24 ~ 25 kh verkaufen und muß Preis mit
andern Müllern halten. Für die richtige Bezahlung der Pacht
muß er zwei, auch wohl drei Bürgen stellen. --
q Die Summe des Pachtgeldes war oft sehr verschieden,
Im 47ten Jahrhundert war ie oft jährlich nur 4200. zr

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