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hinlänglich dotirt worden, der Kirchsprengel wit ihrer Aug-
stattung nun nicht weiter beunruhigt werden folle noch könne.
Ferner ist vorhanden ein Ablaßbries des Erzbischoffs Jo-
hannis zu Riga, aus dem Jahre 1293, worin Ablaß "fü:
der wird denen, die zur Messe komtnen, und zur Unterstützung
der Kirche etwas beitragen. Dieser Ablaßbrief gewinnt an
Merkwürdigkeit auch dadurch, daß er Grundsätte ausspricht,
die man im 13ten Jahrhundert nicht häufig hörte, und in
manchem Ablaßbriefe vergebens sucht. z. B. qui seminat. in
benedictione, de benedictione metet vitam æternam
und omnibus vere poenitentibus et conkessis. Hier
folgt nun der Ablaßbrief selber sowohl im Original mit deplo-
matischer Genauigkeit als in einer nebenstehenden Uebersetzung.
Original.
Joannes, miseralioné
divina, savctae Rigensis ec-
clesiae Archiepiscopus, om-
nibus Chuistilidelibus, prae-
sentem paginam inspeclu-
ris, gratiam in praesenli et
gloriam in futuro. Quoni-
um, ut ait Aposlolus, oui-
nes stabimus ante trihunal
Christi, recepturi prout
fut in corpore, sive
ponum fucrit sive malum,
oportel nos diem messionis
extremae missericordiae
operibus praevenire ag
aelernorum iniuiltu semi-
nare in terris, quod red-.
dente Domino, cum mul-
tiplicalo fructu recolligere -
valeamus in coelis, lirmam
q: liduciamque tenentes,
eloquio, qui parce seminat
Parce et metet, et qui se-
minat in benedictionibus,
de benedictionibus et me-
let vilam aeternam, cum
Y? cecclesia Beatissirnas
irginis Mavriae et gloriosi
U e b er s e lz ung.
Johannes, durch göttliche
Barmherzigkeit Erzbischof der
heil. Rigaischen Gemeine, wün-
schet allen Christgläubigen, de-
nen dieses Blatt zu Gesichte
kommt, Gnade jelzt und Herr-
lichkeir in Zukunft! Weil, wie
der Apostel sagt, wir alle vor
Christi Richterstuhle müssen of-
fenbar werden, um zu empfan-
gen, je nachdem wir gehandelt
haben, bei Leibesleben, es sey
gut oder böse: so müssen wir
dem Tage der lelzten Erndte
durch Werke der Barmherzig-
keit zuvorkommen, und, in Be-
tracht der ewigen . Seligkeit,
auf Erden säen, damit es uns
von . Gott wieder vergolten
werde, und wir dafür im Him-
mel reichliche Früchte einsam-
meln mögen, festhaltend die
gewisse Hosfnung und Zuver-
sicht, daß, wer kärglich säet,
auch kärglich erndten, und wer
im Segen säen, auch im Se-
das ewige Leben erndten wird.
Da nun die Zirche der aller-

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