Full text: Staatsbürgerliches Magazin mit besonderer Rücksicht auf die Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg (Dritter Band)

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Sinne eine Prästation gefordert (anbefohlen) wird, die nicht 
in Geldzahlung besteht. 
Als dritte Art führt Voß noch diejenigen Briefe auf, 
welche er Einlag ers briefe. nennt, ohne sich indeß darüber 
zu erklären, was er darunter verstanden haben will. Vielleicht 
sind die in der §. 2. angeführten Observatio genannten 40 Mk. 
Briefe, mittelst welcher Capital und Zinsen aus einer Einlagers- 
verschreibung einzumahnen sind, gemeint; vielleicht aber auch 
die Einmahnungen ins Einlager selber. Die im Eiderstädtschen 
Landrecht Thl. III. Art. 2. s. 3. erwähnten Gebotsbriefe, 
mittelst welcher der Staller einen sub nexu obstagii Ver- 
bürgten anhalten soll, sind wohl die gewöhnlichen Briefe, 
in welchen ein Schuldner (oder dessen Bürge) zur Zahlung 
der Schuld gezwungen werden soll; denn nur darauf kann 
sich das Wort anhalten beziehen, nicht auf die Beziehung 
des Einlagers. Auf jeden Fall indeß sind die s. g. Einla- 
gersbriefe als obsolet zu betrachten, bedürfen daher keiner 
weitern Erörterung. 
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Eine Resolution des Stallers an die Abgesandte .der 
Landschaft Eiderstedt nach Hamburg v. &. 1684 (C. St. §1. 
Bd. 1. S. 318 ff.) erwähnt im ÿ. 2. beiläufig der Briefe, 
und nennt sie ausdrücklich Schuld- und Gebotsbriefe. 
Das scheint allerdings der in diesem §. aufgestellten Behaup- 
tung zu widersprechen. Allein ( abgerechnet, daß dies ohne 
Zweifel die einzige Stelle ist, wo die Benennung Schuld- 
brief vorkönmt -). die Erwähnung. geschieht blos beiläufig, 
das Landrecht und spätere Verfügungen nennen auch die 
. g.. Schuldbriefe durchgängig Gebotsbriefe; und im 
gemeinen Leben so wie in der Sprache des Rechts, wie sie 
jetzt ist, hört man nur den letzteren / Namen. Es ist indeß
	        

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