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nen andern Namen gehabt haben müsse (p. 160), sehr ge-
zwungen, da doch Mönkerecht damals der allgemein. bekannre
Name jener Gegend war, den die Mitglieder des Neumün-
sterschen Klosters gewiß grade am liebsten hörten, auch solche
Umschreibungen, wie jene vom Hrn. Verf. angeführten, wohl
am wenigsten damals üblich waren.
In dem Z3ten Beweise will der Hr. Verf. darthun:
Mönkerecht sey Sonnendeich und mit den Gränzen dieses Di-
stricts stimme die Gränzbestimmung des palus v.. B. in der
Urkunde von 1146 überein. – Daß Möoöntkerecht Sonnen-
deich sey, ist allerdings richtig; allein, daß die Gränzbesttrnmung
von dem palus v. B. mit jenem übereinstimme, ist zum we-
nigsten äußerst ungewiß. Wo die marcha Romerslleil1 oder
Stomarzslleth eigentlich gelegen, ist noch gar nicht entschieden
und es ist eben so glaublich, daß sie da lag, wo jetzt auf der
Charte Schollenfleth ist, als höher hinauf. Ferner ging die
Holsteinische Geest ebenfalls im Osten weiter hinunter nach
Süden; denn sselbst noch etwas westlich von dem Dorfe Heist
ist Geest. Hieraus sieht man doch so viel, daß von einer ge-
nauen Ucbereinstinmung der Gränzen des Bishorster palus
mit denen des Mönkerechts noch gar nicht die Rede seyn könne,
und es wenigstens eben so wahrscheinlich ist, daß dieser palus
v. B. südlich von der Pinnau lag.
Ich wende mich endlich zu dem Aten Beweise, wel-
cher zeigen soll, daß die Kirche Bishorst nicht in 'der jetzigen
Haseldorfer - Haselauer Marsch, sondern zwischen Pinnau und
Krückau gelegen und folglich auch der palus v. B. da gewe-
sen. ~ In so weit nun in diesem Abschnitte. vom Hrn. Verf.
Schlüsse aus den vorigen gezogen sind, ziche ich diese erst im
Allgemeinen in Abrede, Zuvörderst ist nun zu bemerken, daß die
Schriftsteller, wie Dank werth, Geuß, Scholz, Christi-
ani, welche Bishorst sammt dem palus y. B. südlich von
der Pinnau, in die jetzige Haseldorsser-Haselauer Marsch setzen,
in der That einiges Gewicht haben. Dazu kommt nun der
wirklich nicht unbedeutende Umstand, daß in der Gegend noch
ett bekanntlich) ein Ort liegt, der Bishorst heißt; ja,’ auch der
auf Dank w. Charte bezeichnete Byshorster Sand -in der Elbe,
grade dem Platze, wo die alte Kirche stand gegenüber, spricht
dafür. Ich bin sselbst ein Paarmal an jener Stelle gewesen
und muß daher nicht nur des Herrn Landinspectors Gudme
Bemerkung über dort von Andern wahrgenommenen Funda-
mente einer Kirche bestätigen; sondern noch hinzufügen, daß
ein ziemlich dichtes Gebüsch an der' Ecke des Ausflusses der
Ptnnau, nach der Südseite zu, im Mutude Vieler der Kirch-

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